33. BMV: Gegen jede Form von Ethnopluralismus

28.02.2016: Campusgrün distanziert sich entschieden von ethnopluralistischen Äußerungen im Kontext der Debatte über Geflüchtete und erachtet diese als sozialdarwinistische, rassistische Manier, welche sich Ressentiments bedient, die mit unserem Menschenbild und nicht zuletzt auch wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht vereinbar sind.

Das Prinzip des Ethnopluralismus wurde von der sog. "Neuen Rechten"begründet, welche intellektuelle Vordenker des Rechtsextremismus sind. Diese versuchen,rassistische Inhalte wiedermehrheitsfähig zu machen, ohne diese direkt in Verbindung mit nationalsozialistischem Gedankengutzu bringen. Das ethnopluralistische Konzept geht davon aus, dass jedes "Volk"dann am glücklichsten und stärksten sei, wenn es in seinem "angestammten Territorium"verbliebe. So soll eine multikulturelle Gesellschaft verhindert werden.

Der Unterschied zum Rassismus der Nationalsozialisten ist, dass sie vordergründig auf eine Hierarchisierung der verschiedenen Ethnien verzichten; dennoch ist es ein Denken, das genau dies vornimmt und z.B. auch Gewalttaten von Menschen mit Migrations-hintergrund darin begründetsieht, dass dies zu deren Kultur bzw. Ethnie gehöre.Ethnopluralismus wird gerade durch Aussagen prominenter politischer Persönlichkeiten wieder massenfähig in der deutschen Bevölkerung; er artikuliert sich vornehmlich in "Ich bin kein Nazi, aber..."-Sätzen. Aufgabe der Campusgrün-Mitgliedsgruppen muss es daher sein, ethnopluralistische Äußerungen als rassistisch zu entlarven und stattdessen die Vorteile einer multikulturellen Gesellschaft zu betonen.

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