PM: Campusgrün Bayern verabschiedet Grundsatzprogramm

23.01.2008: Vom 19. bis 20. Januar tagte die 1. Mitgliederversammlung von Campusgrün Bayern in der Universität Passau. Der Ende Oktober 2007 gegründete Landesverband Grüner Hochschulgruppen verabschiedete ein Grundsatzprogramm, ging inhaltliche Planungen für das nächste Semester an und besetzte einige Vorstandsposten neu.

Grüne Studis aus ganz Bayern

Am Samstag stand die Debatte und Verabschiedung eines Grundsatzprogramms im Mittelpunkt. In diesem legt der Verband seine Werte und Überzeugungen fest und beschreibt seine Vorstellungen von einer modernen Hochschulpolitik. In einer intensiv geführten Diskussion wurde das vierzehn Seiten lange Dokument Punkt für Punkt abgestimmt, bis sich alle Gruppen damit vollständig identifizieren konnten. In dem Programm, das für die sieben Mitgliedsgruppen in ganz Bayern gilt, vertritt der Verband ein neues Verständnis vom Bildungsprozess an der Hochschule. "Wir sehen die Hochschulbildung als sich gegenseitig befruchtenden Dialog von Dozenten und Studierenden", so Sprecher Ingo Henneberg aus Passau.
"Alle beteiligten Gruppen an der Hochschule sollen aktiv mitwirken. Daher fordern wir eine stärkere studentische Mitbestimmung in den Hochschulgremien sowie eine geschlechtergerechte Besetzung der Leitungsgremien", ergänzt Nora Vierling, Politikwissenschaftsstudentin aus Eichstätt und 2. Sprecherin in der Doppelspitze des Verbands.
Manche Punkte, das geben sie durchaus zu, werden nur unter anderen landesweiten politischen Bedingungen möglich sein. Studiengebühren beispielsweise lehnen die grünen Hochschulgruppen rundweg ab. Zur Begründung führen sie an, dass sie die soziale Auslese erhöhten, ein Kundenverhältnis der Studierenden zur Hochschule mit sich brächten sowie ein Anzeichen des beginnenden Rückzugs des Staates aus der Hochschulfinanzierung darstellten.
Insgesamt beleuchtet das Programm alle entscheidenden Bereiche der Hochschulpolitik - vom Bewerbungsprozess, der Rolle des Staats in der Bildungspolitik und der Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt über Ökologie und Klima bis hin zu Lehre und Forschung, Partizipation und internationalen Austauschbeziehungen der Hochschulen.

Am Sonntag wurde es dann konkret. Mit einer umfassenden Wahlkampfplanung rüstete sich Campusgrün Bayern für das kommende Sommersemester, einigte sich auf ein gemeinsames Thema und das weitere Vorgehen.

Besonders freute sich der noch junge Verband über die Aufnahme der Grünen Hochschulgruppe Würzburg, die bereits überlegt, die nächste Mitgliederversammlung auszurichten.

Außerdem wurden einige Vorstandsposten neu besetzt. So wurden Veronika Achberger zur Beisitzerin und Tim Dorlach (beide Grüne Hochschulgruppe Bayreuth) zum neuen Schatzmeister gewählt.

Campusgrün Bayern hatte sich im Oktober in Eichstätt als Landesverband Grüner Hochschulgruppen gegründet. Es ist der erste Zusammenschluss grüner Hochschulgruppen auf Landesebene im gesamten Bundesgebiet.

Die erste Mitgliederversammlung an der Universität Passau wurde von der Grünen Hochschulgruppe Passau organisiert.

Vorstand, Campusgrün Bayern

Zugehörige Dateien:
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