PM: Unsicherheit statt Verbesserung

29.07.2010: Zur Kürzung der Gelder für das nationale Stipendienprogramm und etablierte Begabtenförderungen:

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat ihre Ankündigung, über 300 Millionen in das sogenannte nationale Stipendienprogramm zu investieren revidiert. Nun sollen nur 10 % des Betrages tatsächlich vom Bund gestellt werden. Weiteres Geld soll aus der Wirtschaft kommen, damit besonders leistungsstarke Studierende bedarfsunabhängig gefördert werden können.

Des weiteren soll auch der Zuschuss für die etablierten Begabtenförderungen sinken.

Dazu Katharina Günther, Sprecherin von Campusgrün Bayern: "Erst verspricht Schavan viel Geld für ein unausgewogenes, sozial bedenkliches Projekt, jetzt will sie selbst bei den Etablierten sparen. Damit ist keinem Geholfen, sie vergrößert nur die Unsicherheit."

Teilweise mussten Aufnahmeverfahren bei Stiftungen gestoppt werden.

"Schavan geht unverantwortlich mit ihrem Amt um. Sie sollte sich jetzt klar für eine sozial gerechte Bildung einsetzen und dieses Ziel auch mit Taten verfolgen", So Sebastian Althoff, Sprecher von Campusgrün Bayern.

Schon lange ist bekannt, dass bei der Vergabe von Stipendien zur Studienfinanzierung in Deutschland gilt: Wer hat, dem wird gegeben. Soziale Kriterien spielen bei der Vergabe von Stipendien zur Studienfinanzierung kaum eine Rolle, es werden hauptsächlich Kinder aus finanziell besonders abgesicherten AkademikerInnenhaushalten gefördert.

Dies würde sich mit dem nationalen Stipendienprogramm nur verschärfen. Daher fordert Campusgrün Bayern eine deutlich verbesserte Grundförderung für breite Schichten von Studierenden. Dass es bereits sinnvolle Konzepte für eine sozial ausgewogene Studienfinanzierung gibt, zeigt das grüne Zwei-Säulenmodell mit elternunabhängiger Grundförderung und starker sozialer Komponente in der elternabhängigen Förderung. Vorstand Campusgrün Bayern

Zugehörige Dateien:
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