PM: Richtige Entscheidung, Falsche Gründe

22.05.2010: Zum Beschluss des Bundesrates gegen die Erhöhung des Bafög und das neue Stipendienprogramm:

Die Bundesländer haben sich mit großer Mehrheit gegen eine Erhöhung des Bafög und das neue Stipendienprogramm gestemmt. Campusgrün Bayern begrüßt die Entscheidung des Bundesrates, sich gegen das Büchergeld für StipendiatenInnen zu entscheiden. Der Landesverband der Grünen Hochschulgruppe hatte sich in den vergangenen Wochen bereits gegen das Projekt der schwarz-gelben Bundesregierung ausgesprochen. Katharina Günther, Sprecherin von Campusgrün Bayern dazu: "Wir freuen uns über den Beschluss, dass Geld wäre denen zu Gute gekommen, die ohnehin ausreichend finanziell unterstützt sind.Leider sind durch die gemeinsamen Ablehnung von Büchergelderhöhung und des BaFögs sozial benachteiligte und privilegierte Studierende über einen Kamm geschoren worden. "

Schon lange ist bekannt, dass bei der Vergabe von Stipendien zur Studienfinanzierung in Deutschland gilt: Wer hat, dem wird gegeben. Soziale Kriterien spielen bei der Vergabe von Stipendien zur Studienfinanzierung kaum eine Rolle, es werden hauptsächlich Kinder aus finanziell besonders abgesicherten AkademikerInnenhaushalten gefördert.

"Die Entscheidung ist richtig, doch leider aus den falschen Beweggründen", sagt Sebastian Althoff, Sprecher von Campusgrün Bayern.

Der Beschluss wurde von den Finanzministern mit den damit verbundenen hohen Kosten begründet, die die Länder nicht tragen wollen.

"GerechteBildung gehört gefördert, die Regierung sollte sich klar für ihre Studierenden entscheiden und die Gelder sinnvoll einsetzen", so Althoff weiter.

Daher fordert Campusgrün Bayern eine deutlich verbesserte Grundförderung für breite Schichten von Studierenden. Dass es bereits sinnvolle Konzepte für eine sozial ausgewogene Studienfinanzierung gibt, zeigt das grüne Zwei-Säulenmodell mit elternunabhängiger Grundförderung und starker sozialer Komponente in der elternabhängigen Förderung.

Vorstand Campusgrün Bayern

Zugehörige Dateien:
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