Regionale Vernetzung: Campusgrün Bayern

Nicht erst seit der Föderalismusreform ist Bildung Ländersache. Daher stehen Hochschulgruppen häufig vor Problemen, die ihr Bundesland besonders betreffen. Den zahlreichen Problemen in Bayern wollen Grüne Hochschulgruppen mit ihrem 2007 gegründeten bundesweit ersten Landesverband gemeinsam begegnen.

Gerade die Tatsache, dass in Bayern keine verfasste Studierendenschaft existiert, macht es Studierenden hierzulande besonders schwer sich Gehör zu verschaffen. Campusgrün Bayern will mit einer gemeinsamen und damit stärkeren Stimme auf Missstände hinweisen, eine Verbesserung im bayerischen Universitätsalltag bewirken und im Dialog mit den Verantwortlichen, auch in der Politik, von Anliegen der Studierenden überzeugen. Dies ist nur durch Vernetzung möglich.

Die Koordination des Landesverbandes geschieht im Vorstand, durch Telefonkonferenzen und regelmäßige Mitgliederversammlungen. Hauptaufgabe des Vorstandes ist der Kontakt zur grünen Partei, zum Landtag, zu Stiftungen und zur Presse.

Inhaltlich fand insbesondere eine Auseinandersetzung mit dem Bologna-Prozess statt, die viele Kritikpunkte offenbarte. Die eigentlichen Bolognaziele - vergleichbare Studienabschlüsse und Mobilität zwischen den Hochschulen - werden in der derzeitigen Umsetzung nicht erreicht. Aufgrund der Straffung des Studiums werden Auslandsaufenthalte und Hochschulwechsel zunehmend schwerer. Zeit für Engagement bleibt kaum.

Ein wichtiges Anliegen von Campusgrün Bayern ist - gerade aufgrund der besonderen bayerischen Situation - eine Demokratisierung der Hochschulen. Zielforderungen eines im November 2008 verabschiedeten Positionspapiers sind eine verfasste Studierendenschaft mit eigener Finanzhoheit, transparente Entscheidungen in sämtlichen Bereichen der Hochschule sowie mehr studentisches Mitspracherecht.

Zur Erreichung dieser Ziele unterstützt Campusgrün Bayern - häufig in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung - die Hochschulgruppen mit Material, als Vernetzungsplattform und durch Veranstaltungen. Zu nennen wären eine bayernweite Klima-Aktions-Woche oder Vortragsreihen zu Themen wie Datenschutz oder Gentechnik.

Mit der Wahl eines neuen Vorstandes im November 2008 geht Campusgrün Bayern in die zweite Amtsperiode über und wird sich weiterhin für die Belange der bayerischen Studierenden einsetzten.

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