PM: Befristete Absenkung der Studiengebühren an der Universität Bayreuth

19.06.2011: Zum Beschluss des Senates der Universität Bayreuth für eine befristete Absenkung der Studiengebühren auf 450 :

Der Senat der Universität Bayreuth hat sich am Mittwoch dafür entschieden, der Argumentation der Studierendenvertreter teilweise zu folgen. Vorgeschlagen war ein Kompromiss, die Studiengebühren für ein Jahr befristetet von 500 auf 450 zu senken und in der Zwischenzeit eine Evaluation der finanzierten Projekte sowie der Vergabepraktiken durchzuführen. Die Absenkung kommt, die Evaluation nicht. Dazu Katharina Günther, Sprecherin von Campusgrün Bayern: "Es ist beschämend, dass kein Interesse daran besteht, wie mit Studiengebühren umgegangen wird. Verschwendungen kommen immer wieder vor, aber beim Thema Studiengebühren zählen keine Argumente, sondern das Gesetz des Stärkeren. Die Regierung und die Hochschulleitungen setzen sich einfach über die Studierenden hinweg." Der Senat hatte damit argumentiert, dass wegen den hohen Rücklagen eine Absenkung möglich sei, man in Zukunft jedoch eine flexiblere Mittelausgabe schaffen möchte, so dass dann auch wieder der Höchstbetrag, 500, genutzt werden kann. "Anstatt Sozialverträglichkeit zu bedenken windet sich die Universität Bayreuth Angesichts der hohen Rücklagen aus Studiengebühren", meint dazu Maximilian Rumler, Sprecher von Campusgrün Bayern. "Verantwortlichkeit für ihre Studierenden und ihre Aufgabe für die Gesellschaft sieht anders aus." Campusgrün Bayern dankt der Studierendenvertretung für ihr unermüdliches Engagement, weiterhin für eine Absenkung zu streiten, wie sie vor einem Jahr mit überragender Mehrheit von der Vollversammlung der Bayreuther Studierenden beschlossen wurde. Es bleibt zu hoffen, dass dies ein Schritt zu einer Absenkung auf 300 und letztendlich einer Abschaffung der Studiengebühren ist.

Vorstand Campusgrün Bayern

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