PM: Campusgrün Bayern kritisiert Blockadehaltung der Passauer Hochschulleitung beim Projekt "UniSolar"

14.07.2009: Verwirklichung der Solarinitiative UniSolar Passau verzögert sich

Die bayerische Staatsregierung und Immo Bayern, die Eigentümerin der Dächer der Universität Passau, unterstützen ausdrücklich die Errichtung von Photovoltaikanlagen zur Erzeugung von Ökostrom auf öffentlichen Dächern. Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels findet die Förderung von regenerativen Energieträgern sowohl von privater als auch von staatlicher Seite breite Unterstützung. Umso mehr überrascht es, dass die studentische Solarinitative UniSolar Passau vorerst am Widerstand der Hochschulleitung gescheitert ist.

Im Dezember vergangenen Jahres gründete sich an der Universität Passau die studentische Solariniative UniSolar Passau, die es sich zum Ziel gesetzt hat, ihre Kommilitonen für die Nutzung regenerativer Energiequellen zu sensibilisieren. Nach dem Vorbild vergleichbarer Projekte an anderen Universitäten (siehe www.unisolar-netzwerk.de) soll durch die Errichtung einer gemeinschaftlich finanzierten Photovoltaikanlage auf einem der Hochschuldächer ein lokaler Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Mit großem Erfolg wurden solche Anlagen bereits u.a. an den Universitäten Karlsruhe, Leipzig und Berlin realisiert.

Doch anstatt dass sich die engagierte Gruppe an die konkrete Realisierung des lobenswerten Projekts machen kann, wurde zunächst die Anerkennung als Hochschulgruppe von der Universitätsleitung mit der zweifelhaften Begründung die Gruppe würde sich nicht für die Studierenden einsetzen abgelehnt. Weiterhin wurde eine notwendige Dachbegehung zur Erstellung einer Rentabilitätsrechnung sowie die Veröffentlichung eines bestehenden Solargutachtens verweigert.

Statt sich über das studentische Engagement zu freuen und selbst an der Stärkung des ökologischen Profils der Universität mitzuwirken, verhindert die Hochschulleitung dieses Projekt gegen den ausdrücklichen demokratischen Willen der Studierenden. Denn UniSolar wird sowohl vom Studierendenparlament (Studentischer Konvent), von Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD), vom zweiten Bürgermeister Urban Mangold (ÖDP) sowie mehreren hundert Studierenden (zu diesem Zweck wurde eine Unterschriftensammlung durchgeführt) unterstützt.

Felix Binder, Beisitzer im Vorstand von Campusgrün Bayern zu dieser Thematik: "Die Situation in Passau zeigt wieder einmal deutlich, wie wichtig eine Stärkung der studentischen Mitbestimmung in Bayern ist. Dass sich die dortige Unileitung so über den deutlichen Willen der Studierenden hinwegsetzen kann ist ein Skandal!"

Sprecher Ingo Henneberg ergänzt: "Wie auch die jüngsten Wahlergebnisse zeigen, wollen Studierende heute eine ökologisch verantwortungsbewusste, klimaneutrale Uni. Langfristig würde die gesamte Universität, als Ausbildungsort mit überregionaler Ausstrahlung von der Verwirklichung dieses Solarprojektes profitieren! Das diese Entwicklung in Passau blockiert wird ist mir völlig unverständlich."

Vorstand
Campusgrün Bayern

Zugehörige Dateien:
PM CGB kritisiert Blockadehaltung der Passauer Hochschulleitung bei UniSolar-Projekt.pdfDownload (43 kb)