"Mindestlohn für alle - weil Würde nicht teilbar ist!"

05.06.2014: Campusgrün fordert die Einführung eines gesetzlichen, flächendeckenden Mindestlohns für alle, ohne Ausnahmen für Jugendliche und Langzeitarbeitslose.

"Wir begrüßen die Einführung eines gesetzlichen, flächendeckenden Mindestlohns, der heute im Bundestag diskutiert wird. Den Betrag von 8,50€ pro Stunde halten wir jedoch noch nicht für ausreichend. Deshalb ist es umso wichtiger, dass es keine Ausnahmen gibt, die zu einer Unterschreitung dieses Betrags führen!", betont Philipp Bläß, Bundessprecher von Campusgrün. "Der Mindestlohn soll menschenwürdige Arbeitsverhältnisse für jede und jeden sicherstellen und eine gesellschaftliche Wertschätzung zum Ausdruck bringen. Ausnahmen für Jugendliche und Langzeitarbeitslose widersprechen somit sowohl der Idee als auch der Intention des Mindestlohnes. Aus unserer Sicht kennt die Menschenwürde jedoch keine Ausnahmen. Deshalb muss der Mindestlohn für alle gelten!"

"Die Ausnahmen für Jugendliche und Langzeitarbeitslose führen zu einer alters- und statusbezogenen Diskriminierung.", erläutert Ricarda Lang, Bundessprecherin von Campusgrün. "Für uns ist nicht ersichtlich, weshalb die Arbeit von Jugendlichen oder vormals Arbeitslosen weniger wert sein sollte, als die von anderen Menschen. Die Argumentation, dass es für Jugendliche eine Ausnahmeregelung geben soll, da diese sich gegen eine Ausbildung entscheiden könnten, ignoriert das Recht auf Selbstbestimmung junger Menschen. Bei der Sonderreregelung für Langzeitarbeitslose befürchten wir, dass Arbeitgeber*innen motiviert werden, vermehrt Langzeitarbeitslose für nur 6 Monate einzustellen. Dies öffnet die Tore für Lohndumping und fördert den Erhalt des Niedriglohnsektors."

Kontaktdaten:

Ricarda Lang, Bundessprecherin von Campusgrün, Email: ricarda.lang@campusgruen.de, Telefon: 015788609103

Philipp Bläß, Bundessprecher von Campusgrün, Email: philipp.blaess@campusgruen.de, Tel.: 0176 21890935

Anne Ramstorf, Pressekoordinatorin, Email: anne.ramstorf@campusgruen.de