PM: Absenkung in Bayreuth gescheitert

17.06.2010: Das Votum der Studierenden ist nichtig - Zum Beschluss des Senates der Universität Bayreuth gegen eine Absenkung der Studiengebühren:

Der Senat hat gestern entschieden,die bisherige Regelung beizubehalten. Damit stimmten sie gegen das Votum der Studierenden, die sich noch vor einiger Zeit in Vollversammlungen mit einer überragenden Mehrheit für eine Absenkung der Studiengebühren von 500€ auf 300€ aussprachen. "Eine Absenkung wäre ein deutlicher Schritt in Richtung eines sozial gerechteren, hürdenfreien Studium gewesen.", sagt Sebastian Althoff, Sprecher von Campusgrün Bayern, "Dass die Stimme der Studierenden auf diese Weise ignoriert wird, ist katastrophal und beispielhaft für die Situation der Studentenschaft an den Hochschulen." Der Senat hatte seine Entscheidung mit der Unterfinanzierung der Universität begründet. Eine Absenkung sei nur durch zusätzliche staatliche Gelder durchsetzbar.
Dazu Katharina Günter, Sprecherin von Campusgrün Bayern: "Dass Studiengebühren für die Verbesserung der Lehre eingesetzt werden, hat sich wieder einmal als Illusion herausgestellt. In Wirklichkeit finanzieren Studierende schon längst den Erhalt der Lehre, weil der Staat seiner Aufgabe der umfassenden Hochschulfinanzierung nicht gerecht wird."
Der Landesverband Grüner Hochschulgruppen fordert die Abschaffung der Studiengebühren und eine verantwortliche Bildungspolitik, die den Studierenden und Studieninteressierten keine Steine in ihren Bildungsweg legt. Damit ein solches Votum aber nicht ungehört bleibt, braucht es darüber hinaus eine Demokratisierung der Hochschulen. Vorstand Campusgrün Bayern

Zugehörige Dateien:
PM_Absenkung_in_Bayreuth_gescheitert.Download (89 kb)