Anlagemanagement von Universitäten: Fossil Free!

19.09.2014: Beschluss der 30. BMV in Wiesbaden

Angesichts der fortschreitenden Klimadestabilisierung sind dringend umfassende Maßnahmen nötig, um diese aufzuhalten und für die junge Generation von heute einen bewohnbaren, gestaltbaren und lebenswerten Planeten zu erhalten. Dem gegenüber hat die globale fossile Industrie bereits die fünffache Menge dessen, was wir noch verbrennen dürfen, wenn wir das 2°C Ziel nicht sprengen wollen, zur Förderung markiert und in ihre Gewinnkalkulationen eingerechnet. Die so versprochenen Profite führen aber zur Zerstörung unserer Lebensgrundlagen. Daher muss der fossilen Industrie das Geld entzogen werden, sodass sie neben der gesellschaftlichen auch die wirtschaftliche Legitimation verliert. Universitäten sind als Ausbildungsstätten der jungen Generation dieser ganz besonders verpflichtet. Jegliche Investments in die Kohle-, Erdöl- und Erdgasindustrie werden daher von Campusgrün verurteilt. Universitäten sollen stattdessen schnellstmöglich:

Hauptziele

1. Jegliche neue Investitionen in fossile Brennstoffunternehmen einfrieren.

2. Eigene Anteile an direkten und indirekten Investments innerhalb der nächsten fünf Jahre abziehen, d.h. desinvestieren. Dazu gehören Aktien, Mischfonds, Unternehmensanleihen und sonstiges Kapital das fossile Brennstoffe beinhaltet.

Weitere Ziele

1. Prüfen und offenlegen, wo und nach welchen Kriterien das Anlagemanagement erfolgt.

2. Einen transparenten Leitfaden aus Ausschluss- und Positivkriterien für ihr Anlagemanagement entwickeln und Investitionen in erneuerbare Energien oder Energieeffizienz gezielt fördern.

3. Sponsor- und Finanzierungsverträge mit der fossilen Brennstoffindustrie beenden.

4. Ihre finanziellen Tagesgeschäfte bei einer Bank abwickeln, die möglichst wenige Investitionen im Bereich der fossilen Brennstoffe betreibt.

5. Ihre Rentenfondsmanager*in kontaktieren und den Abzug der Vermögen aus Fonds, die fossile Brennstoffe beinhalten, einleiten.

6. Studentische und sonstige Initiativen, die auf diese Ziele hinarbeiten, werden ausdrücklich begrüßt und im Rahmen der Möglichkeiten von Campusgrün unterstützt.