Ich bin politisch, du bist politisch, er/sie/es isst politisch

03.01.2012: Ran an die Bouletten - SchulungsköchInnen für eure Umweltmensa

Stell dir die Nachfragemacht von ca 2 Mio. Studierenden und 400.000 Angestellten und Gästen vor: jährlich werden für Mensen tonnenweise Kartoffeln, Möhrrüben, Käse oder Fleisch verarbeitet. Bundesweit betreuen die 58 Studentenwerke 701 gastronomische Einrichtungen an rund 300 Hochschulen. Angesichts dieser Mengen wird schnell klar, dass die Wahl der Lebensmittel in Mensen die Umwelt stark beeinflusst: Wie hier Produktion, Verarbeitung und Vertrieb organisiert sind, wirkt sich auf ländliche Räume, Infrastrukturen, Tiere, Klima und Gewässer aus.

Umweltschutz durch Essen beim DSW

Mensen sind Schnittstellen zentraler Konsumentscheidungen und persönlicher Vorlieben. Ihre ökologische Lenkungswirkung ist erheblich und obwohl das Deutsche Studentenwerk das Thema Umweltschutz berücksichtigt und beispielsweise auf Regionalität als Auswahlkriterium für Lebensmittel achtet, wird das Essen für viele Standorte noch nicht nachhaltig erzeugt. Das hängt zum einen von der Wahl der Zutaten, zum anderen von ihren Produktions- und Verarbeitungsbedingungen ab.

Die Kundin ist Königin

Bestellt wird, was schmeckt. Das Studentenwerk nimmt seinen Versorgungsauftrag ernst und richtet das vielfältige Angebot an den Konsumentscheidungen seiner Gäste aus. Damit umweltfreundliches Essen mundet, gibt's die Schulungsangebote bei GV-nachhaltig, einem Serviceportal für die Gemeinschaftsgastronomie.

Der Koch kommt!

Eine In-House Schulung kann bewirken, dass es in deiner Mensa schmackhafte Gerichte gibt, durch die Böden, Grundwasser, Klima und Geldbörse geschont werden. Profis der Nachhaltigkeit zeigen euren KöchInnen, was sie in eurer Mensa kulinarisch rausholen können. Beispiele findet ihr auf der Homepage GV-nachhaltig. Fragt einfach als Hochschulgruppe oder Einzelperson bei GV nachhaltig nach, sprecht eure ASten oder Mensaleiter*innen an und klärt die Voraussetzungen für eine In-House Schulung an eurem Standort.

P.S. & gutes Argument: Das Projekt wird vom Umweltbundesamt und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert!


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