Demonstrationen gegen Kohlekraft

21.09.2008: Am 13.09. protestierten bundesweit insgesamt 6000 Menschen gegen den Ausbau der Kohlekraft in Deutschland.

Vor dem Kohlekraftwerk Jänschwalde in der Lausitz kamen ca. 1000 Aktive zusammen um gemeinsam gegen die Pläne von Vattenfall weitere Gruben in der Region zu erschließen zu demonstrieren; auf den Mainwiesen vor dem Kraftwerk Staudinger bei Hanau waren es 5000 Menschen, die sich nach einem Sternmarsch aus vier Richtungen dort trafen.

Zu den beiden Demos hatte die Klima-Allianz (www.die-klima-allianz.de) aufgerufen, um deutschlandweit ein Zeichen gegen Kohlekraft zu setzen. Vor eindrucksvoller Kulisse der Kühltürme in Jänschwalde lauschten die Demonstrierenden den Reden von Vertreterinnen und Vertretern unterstützender Verbände sowie Parteien unter Moderation von Sven Giegold. Zur Auflockerung gab es musikalische Unterhaltung von Mellow Mark und Stern Combo Meissen. Ab 17 Uhr gab es für Interessierte die Möglichkeit mit Bussen bis zur Abbruchkante eines Tagebaus zu fahren und auch eines der Dörfer zu sehen, die wohl umgesiedelt werden. Vielen Teilnehmern konnte so sehr deutlich vor Augen gebracht werden, warum wir an diesem Tag demonstriert haben und welche Auswirkungen der Tagebau sowohl auf die Bevölkerung als auch auf die Umwelt und Landschaft hat.

Vor den Staudinger-Türmen betonten PolitikerInnen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der Linken, dass ein Ende der Kohleverstromung in Hessen bereits im Landtag beschlossen worden sei. Da ein Regierungswechsel aber noch nicht stattgefunden hat, wurde dieser Beschluss nicht umgesetzt. Statt dessen erweitert EON seine Kohlekraftwerke. Der am weitesten angereiste Redner war Fei Tevi, der Generalsekretär des pazifischen Kirchenrats in Fidschi. Die Bevölkerung der Fidschi-Inseln ist schon jetzt bei Sturmfluten gefährdet. Tevi betonte, dass der Bau von Kohlekraftwerken in Deutschland zum Steigen des Meeresspiegels beitrage.