Klimagerechte Hochschule!

10.03.2008: Beschluss der 16. Mitgliederversammlung von Campusgrün am 8. und 9. März in Halle (Saale).

Obwohl der Klimawandel mittlerweile als Thema in Politik und Gesellschaft angekommen ist und ein ökologisches Bewusstsein auch an verantwortlichen Stellen festzustellen ist, bleiben die daraus resultierenden Maßnahmen und Entscheidungen weit hinter diesem Kenntnisstand zurück.

Gerade die Hochschulen mit ihrem Anspruch als wissenschaftliche und gesellschaftliche Vorreiter begegnen der Klimaproblematik selbst vorwiegend nur auf wissenschaftlich theoretischer Ebene, ohne selbst praktische Konsequenzen in ihrem Umfeld zu ziehen.

Noch immer bilden die Einführung von Umweltmanagementsystemen, der Einsatz von Erneuerbaren Energien und die Einführung von ökologischen Standards in der Materialbeschaffung die Ausnahme.

Campusgrün fordert daher die deutschen Hochschulen auf, sich schnellstmöglich mit dem Thema Klimagerechtigkeit auseinanderzusetzen und praktisch das Ziel einer klimagerechten Hochschule zu fördern. Mit ihren hohen Innovationspotenzial u.a. in den technischen Bereichen stehen die Hochschulen in der gesellschaftlichen Pflicht, die bisherigen Lippenbekenntnisse und wissenschaftlichen Erfahrungen in der eigenen Praxis auch umzusetzen.

Campusgrün unterstützt dabei insbesondere das bundesweite Netzwerk Klimagerechte Hochschule und das Netzwerk UniSolar[1]. Letzteres ermöglicht mit seinem projektorientierten Ansatz zum einen die Einbindung einer Vielzahl von Studierenden und zum anderen die einfache und nachhaltige Finanzierung von Solaranlagen an Unistandorten. Hier sind insbesondere auch die Studierenden aufgefordert, sich in die Klima- und Umweltpolitik ihrer Hochschule einzumischen und auch darüber hinaus Projekte anzustoßen.


[1] Vorläufiger Arbeitstitel des Netzwerkes. ^