PM:Zur Verabschiedung des Doppelhaushalts

04.02.2011: Zur Verabschiedung des Doppelhaushaltes im Bayerische Landtag - keine Prioritäten für Bayerns Bildung:

Auch wenn durch gemeinsame Proteste der bayerischen Studierenden die geplanten Kürzungen im Bildungsbereich gestoppt werden konnten, ist der am vergangenen Dienstag verabschiedete Doppelhaushalt für den Hochschulstandort Bayern kein Anlass zur Freude, sondern bietet genügend Anlass für die Studierenden in Bayern, mit ihren Protesten gegen den verantwortungslosen Umgang mit ihrer Bildung fortzufahren.

Dazu Katharina Günther, Sprecherin von Campusgrün Bayern:
"Im Bayerischen Landtag den Abgeordneten und den Menschen in Bayern vorzugaukeln, für die Versorgung des doppelten Abiturjahrganges an den bayerischen Universitäten und durch die Studentenwerke seien ausreichende Maßnahmen ergriffen und genügend Mittel bereitgestellt worden, ist ein schlechter Scherz der bayerischen Landesregierung. Es ist unverantwortlich, den Hochschulen und Studentenwerken nicht ausreichend Mittel für den absehbaren Ansturm an Erstsemestern zur Verfügung zu stellen. Vielen Abiturientinnen und Abiturienten wird so sehenden Auges der Start ins Studium und somit in das Berufsleben vermasselt. Es ist blanker Hohn, sich im Rahmen des Doppelhaushaltes der Unternehmensgründerinnen und Unternehmensgründern von heute in Bayern zu rühmen und gleichzeitig nichts dafür zu tun, dass junge Menschen in Bayern durch eine gute Ausbildung an guten Hochschulen erfolgreich und innovativ ins Berufsleben starten können."

Maximilian Rummler, Sprecher von Campusgrün Bayern, fährt fort: " Wenn es der schwarz-gelben Landesregierung ernst wäre mit der Sorge um den Wirtschaftsstandort Bayern würde in unsere Hochschulen investiert. Denn ohne gute Ausbildung sind gutes Wirtschaften und Forschen nicht möglich. Statt ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen, hält die schwarz-gelbe Landesregierung an ihrem Kurs des Kürzens der letzten Jahre fest und spart unsere Bildung kaputt. Der Versuch, die Hochschulleitungen der Bayerischen Universitäten mit der Einführung der Studiengebühren und der damit verfügbaren Mittel ruhig zu stellen, ist kurzsichtig und erhöht die ohnehin problematische soziale Selektion an unseren Hochschulen. Wenn es der Landesregierung wirklich darum geht, die Weichen für ein zukunftsfähiges Bayern zu stellen, muss sie endlich Anfangen, ausreichend in Bildung zu investieren und Maßnahmen ergreifen, die der soziale Selektion in unseren Bildungssystemen entgegenwirken. "

Vorstand Campusgrün Bayern

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