Gewalteskalation für den Milliardenwahn

01.10.2010: Nachdem Bürgerinnen und Bürger wochenlang friedlich gegen das unsinnige und überteuerte Bahn-Projekt "Stuttgart 21" demonstriert haben, kam es gestern zu einer gewaltsamen Eskalation der Proteste - durch die Polizei. Unter massivem Einsatz von Reizgas, Wasserwerfern und Schlagstöcken gingen die Polizisten gegen eine friedliche, offiziell angemeldete Demonstration der "Jugendoffensive Stuttgart 21" vor. Mehrere hundert Menschen wurden verletzt.

Campen gegen "Stuttgart 21" im Juli 2010

"Es war abscheulich mit anzusehen, wie die Polizei bewusst und massiv Gewalt gegen die demonstrierenden Schüler_innen eingesetzt hat", sagt Patrick Luzina, Sprecher des Bundesvorstands von Campusgrün.

Lia Strenge, Besitzerin im Bundesvorstand, erklärt dazu: "Die Schüler_innen demonstrierten gegen den Milliardenwahn und die unfassbare Verschwendung von Steuergeldern, die in anderen Bereichen sinnvoller verwendet werden könnten. Anstatt einen teuren Bahnhof zu bauen, den keine_r braucht, sollte das Geld nachhaltig in die Bildung investiert werden", fordert Lia Strenge.

Patrick Luzina führt weiter aus: "Das Verhalten der Polizei muss Konsequenzen haben. Es ist äußerst wichtig, jetzt bundesweit eine Kennzeichnungspflicht für Polizist_innen einzuführen. Letztlich ist aber Heribert Rech als baden-württembergischer Innenminister für diese in einem Rechtsstaat untragbare, rücksichtslose Eskalationsstrategie der Polizei verantwortlich. Daher fordern wir den sofortigen Rücktritt von Herrn Rech!"

Wir rufen alle grünen und grün-alternativen Hochschulgruppen dazu auf, sich mit den friedlich demonstrierenden Menschen in Stuttgart zu solidarisieren und auch eigene Demonstrationen zu organisieren. Unser Mitgefühl gilt den den verletzen Menschen in Stuttgart. "Der Widerstand geht weiter und er bleibt friedlich", bringen es Patrick Luzina und Lia Strenge auf den Punkt.

Mit der Bitte um Veröffentlichung. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Campusgrün
Bundesvorstand

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