Mecklenburg-Vorpommern auf dem Weg ins Land der Studiengebühren

16.10.2008: Mehrere hundert Studierende demonstrierten am heutigen Donnerstag vor dem Schweriner Landtag gegen die Einführung einer Verwaltungsgebühr fürs Studium.

Die rot-schwarze Landesregierung beabsichtigt zum April 2009 von den 35.000 Studierenden einen Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 50€ pro Semester zu erheben. Solche Gebühren dienten bisher in anderen Bundesländern als Vorboten von Studiengebühren in Höhe von 500€.

Nach Ansicht von Campusgrün ist der mecklenburgischen Landesregierung vollkommen unklar, wie der herrschende Akademiker und Fachkräftemangel vor allem in den neuen Bundesländern behoben werden soll. Gerade das strukturschwache Bundesland Mecklenburg-Vorpommern benötigt gut ausgebildete Spitzenkräfte. Die entstehenden Verwaltungskosten zur Einziehung der Verwaltungsgebühr sind in der Regel so kostenintensiv, dass sich die eigentlichen Einnahmen solcher Gebühren alles andere als rechnen.

Somit ist es Campusgrün ein Rätsel was Bildungsminister Henry Tesch mit seiner Verwaltungsgebühr erreichen will. Letztlich schrecken diese Gebühren junge Menschen vom Studium ab und zwingen sie auf andere Bundesländer auszuweichen.