33. BMV: Unterstützung von Green Office Initiativen

28.02.2016: Der Campusgrün Bundesverband unterstützt lokale Initiativen, die die strukturelle Verankerung von Nachhaltigkeit in Lehre, Forschung, Verwaltung und Studienbedingungen anstoßen.

Dies können so genannte Nachhaltigkeitsbüros, bzw. Green Offices, welche sich an den folgenden Prinzipen orientieren: Sie sind studentisch geleitet und von Mitarbeiter*innen unterstützt, haben ein offizielles Mandat der Uni, sind finanziert mit einem selbstverwalteten Globalbudget, sind an zentraler Stelle in die Hochschulstruktur integriert, arbeiten mit hochschulinternen und -externen Nachhaltigkeitsinitiativen zusammen und bilden sich regelmäßig weiter.

Derzeit stehen wir vor dem Problem, dass sich an der Hochschule zwar viele Studierende für Nachhaltigkeit engagieren, diese aber häufig nur einige Jahre an der Hochschule bleiben und deshalb das Engagement sehr unstetig ist. Außerdem gibt es zwischen den verschiedenen Hochschulgruppen wenig Vernetzung, was dazu führt, dass Synergieeffekte nicht genutzt und Potenzial verschenkt wird. Außerdem mangelt es häufig an Engagement von Seiten der Hochschulen, Nachhaltigkeit zu implementieren. Deshalb unterstützen wir die Nachhaltigkeitsinitiativen hochschulpolitisch und ermutigen darüber hinaus alle dort organisierten Studierenden ausdrücklich dazu, bei Campusgrün aktiv zu werden.

Die Arbeit in der Verfassten Studierendenschaft, also auch in der studentischen und akademischen Selbstverwaltung, steht nach wie vor im Zentrum der (hochschul-) politischen Arbeit von Campusgrün. Viele Strukturen können im AStA verankert werden, wobei lokale Campusgrün-Gruppen Kontinuität gewährleisten können. Das Engagement in bspw. Nachhaltigkeitsbüros kann aber, insbesondere in Oppositionszeiten, eine sinnvolle Ergänzung sein. Gerade die Kooperation von Initiativen, die häufig praktische Themen bearbeiten und ASten, die häufig strukturelle Bedingungen bearbeiten, führt zu großen Verbesserungen.

Bei der Einrichtung ist zu beachten, dass dauerhafte Aufgaben nicht kostengünstig auf Studierende abgewälzt werden dürfen, sondern langfristig in Universitätsstrukturen übernommen werden müssen. Insbesondere soll keine Übertragung der ureigenen Aufgaben der Uni-Verwaltung auf die Studierenden stattfinden, anderenfalls widerspricht das den ganzheitlichen Zielen einer Nachhaltigen Entwicklung. Außerdem sollten die Aktiven, trotz Uni-Mandat, Handlungsfreiraum und Finanzverantwortung bekommen und nicht für Zuarbeiten benutzt werden. Dafür ist wichtig, dass die Nachhaltigkeitsbüros ein Budget bekommen und selbst (demokratisch) entscheiden, wie das Geld verteilt und wer eingestellt wird.

Beschlossen am 28. März 2016 bei der 33. Campusgrün-Bundesmitgliederversammlung