33. BMV: Klimaschutz des 21. Jahrhunderts an die Hochschulen bringen

28.02.2016: Klima-und Umweltschutz sindzweider wichtigsten grünen Themen, auch an den Hochschulen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse der letzten Jahre und der daraus folgenden Prognosen machen deutlich, wie dringend dieseThemen, insbesondere der Klimaschutz, nun bearbeitet werden müssen. Die Beschlüsse von Paris wollen wir zum Anlass nehmen, um unsere Arbeit im Bundesverband und in den Mitgliedsgruppen zu intensivieren.

Klimakonferenz in Paris Vom 30.11. bis zum 12.12.2015 wurde in Paris das Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll verhandelt. Das sogenannte Parisabkommen sieht vor, dass die globale Erwärmung der Erde auf deutlich unter 2 °C zu begrenzen ist. Dies soll erreicht werden durch eine massive Reduktion der Treibhausgase, insbesondere Kohlenstoffdioxid (CO2).Auch Deutschland hat das Abkommen unterschrieben und steht nun zusammen mit seinen Nachbarstaaten der Europäischen Union in der Pflicht, es auch zu erfüllen. Für das Zwei-Grad-Klimaziel dürfte bei einer Weltbevölkerung von sieben Milliarden Menschen jedes Individuum pro Jahr maximal 2,7 Tonnen CO2 ausstoßen. Aktuell sind wir in Deutschland mit knapp 11 Tonnen pro Jahr und Person hiervon weit entfernt. Die aktuell verfolgte Strategie, am kapitalistischen Wirtschaftssystem festzuhalten und der Versuch, Ressourcenverbrauch und Wirtschaftswachstum zu entkoppeln, kann dieses Ziel nicht erreichen. Aufgrund der Rebound-Effekte, die bisher jegliche Umweltentlastung durch Effizienzsteigerungen ins Gegenteil verkehrt haben, ist eine Politik gefragt, die den Rahmen für alternative Lebens-und Wirtschaftsweisenschafft.

Auch wir können etwas tun Die durch Bildung vermittelten Inhalte und Werte wirken sich auf späteres Verhalten der Studierenden aus. Woran und mit welchen Zielen geforscht wird, bestimmt die Richtung der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung wesentlich. Deswegen ist es wichtig, das Thema Klima-und Umweltschutz auf die Agenda aller Hochschulen zu setzen. Für uns heißt das konkret:

Die Mitglieder der Hochschulen, insbesondere die Studierende, auf die Auswirkungen und Gefahren des Klimawandels hinweisen und Handlungsoptionen für eine Transformation zu Nachhaltigkeit aufzeigen! -Aktionswochen und Infostände planen, z.B. zur Anti-Kohle-Aktion "Ende Gelände", zur Energiewende ("Energiewechselwoche") und imVorlauf der nächsten Klimakonferenz, -Podiumsdiskussionen organisieren, zum Beispiel mit Referent*innen des "netzwerk n", von sprecherinnen.org und des Netzwerks Wachstumswende, -öko-soziale Hochschultage veranstalten.

Die Hochschulen noch nachhaltiger und ökologischer gestalten! Viele Hochschulen besitzen bereits eine*n Nachhaltigkeitsbeauftrage*n, die*der zum Beispiel dafür sorgen soll, dass Strom gespart wird. Ihr könnt euch aneurer Uni für eine solche Stelle einsetzen. Eine weitere Möglichkeit ist die Einrichtung von Green Offices, deren Mitarbeiter*innen Nachhaltigkeitsverbesserungen vorantreiben. Hochschulen verbrauchen sehr viel Energie und Material. Sucht bei euch vor Ortnach Möglichkeiten, dies zu sparen. Setzteuch dafür ein, dass eure Uni Ökostrom bezieht.

Nachhaltigkeit in der Lehre verankern! Nachhaltigkeitsthemen gehen alle Fachrichtungen an und erfordern die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen. Studierendesollen die Möglichkeit erhalten, sich im Rahmen ihres Studiums mit alternativen Lebens-und Wirtschaftsweisen auseinanderzusetzen.

Vorherige Beschlüsse Klima-und Umweltschutz sind für uns nicht neu und ständig Thema auf den Mitgliederversammlungen gewesen. Weitere Ideen zum Klimaschutz findet ihr in unseren vorherigen Beschlüssen und Veröffentlichungen. Insbesondere möchten wir unsere vorherigen Beschlüsse zum Thema Umwelt und Klimaschutz bekräftigen:-Für eine echte Auswahl -vegetarisch-veganes Angebot in allen Mensen! -Beschluss der 31. Bundesmitgliederversammlung von Campusgrün -Anlagemanagement von Universitäten: Fossil Free! -Beschluss der 30. BMV in Wiesbaden -Positionspapier "Green New Deal"-Beschluss der 19. Mitgliederversammlung von Campusgrün

Wir rufen all unsere Mitgliedsgruppen dazu auf, sich in der Thematik Klima-und Umweltschutz zu engagieren.