Campusgrün unterstützt den Studierendenaufruf der "Studis gegen Pegida" zur Demonstration am 28.02 in Dresden

15.02.2015: Als Teil des bundesweiten Bündnisses Studis gegen Pegida rufen wir alle unsere Mitgliedsgruppen dazu auf die Großdemonstration für eine offene Gesellschaft am 28.02. in Dresden zu unterstützen, sich auf lokaler Ebene in den offenen Aktionsgruppen zu engagieren, gemeinsame Anreisen zur Demonstration zu organisieren und ihre Studierendenschaften zu mobilisieren.

Aufruf an alle Studierenden

Am 28.02. zur Demo nach Dresden!

Aktiv werden gegen Pegida, Fremdenfeindlichkeit und antimuslimischen Rassismus!

Solidarität mit den Refugees!

Seit November finden in ganz Deutschland Proteste statt. Ob in Hamburg, München, Koeln, Leipzig, Dresden oder anderen Städten. Wir haben uns gegen Rassismus zur Wehr gesetzt. Wir haben uns auf der Straße und an den Hochschule für eine offene und solidarische Gesellschaft eingesetzt. Wir haben klar gemacht: Solidarität darf keine Grenzen kennen, für Rassismus und Islamfeindlichkeit ist hier kein Platz. Wir wollen gemeinsam mit den geflüchteten Menschen diese Botschaft nun in Dresden auf die Straße bringen.

Deshalb unterstützen wir die bundesweite Demonstration gegen "PEGIDA" am 28. Februar in Dresden, ein Protest, der von Refugees mitinitiiert wurde, die sich in ihrer Stadt zunehmend unsicher fühlen.

Fakt ist: Refugees in Deutschland müssen elementare Einschränkungen ihrer Menschenrechte hinnehmen. Dadurch werden sie stigmatisiert, zu Menschen zweiter Klasse degradiert und besitzen weniger Möglichkeiten, ihre Anliegen sichtbar zu machen und für ihre Rechte zu kämpfen. Die Folgen sind gerade in der jetzigen Debatte überall sichtbar. In diesem Land bestimmen oftmals Ressentiments gegenüber Refugees, Migrant*innen und Menschen muslimischen Glaubens die Diskussionen. Bei zahlreichen Demonstrationen gegen die Unterbringung von Refugees trat offener Rassismus zutage. Mit "PEGIDA" haben die Vorurteile noch mehr Verbreitung erfahren. Damit einher gehen Gewalt und Diskriminierung. Seit November hat sich die Zahl der rassistischen Übergriffe in Deutschland mehr als verdoppelt. Dem müssen wir entgegen treten.

Wir solidarisieren uns mit dem Anliegen der Refugees. Wir wissen, dass das ein weiter Weg ist und wir uns für unterschiedliche Forderungen stark machen, wie sie im Aufruf der Refugees genannt werden. Gemeinsam gehen wir an die Öffentlichkeit und tragen die Forderungen der Refugees auf die Straße. Denn die Gleichstellung der Refugees entspricht unserem Anspruch auf Gleichstellung aller Menschen.

Uns als Studierenden kommt bei der Mobilisierung nach Dresden eine wichtige Rolle zu. Wir erleben, dass anhand der Gegenproteste zu "PEGIDA" eine starke Politisierung von Studierenden am Campus stattgefunden hat und immer noch stattfindet. Der Widerstand gegen Pegida ist aber nur der Anfang. Auch wenn diese rassistische Bewegung bereits zerfällt, sind Rassismus und Islamfeindlichkeit immer noch eine ernstzunehmende Gefahr für uns alle.

Wir rufen alle Studierenden, Studierendenvertretungen, Fachschaften, Hochschulgruppen, Rektorate und Universitäten dazu auf, sich an der Mobilisierung zur bundesweiten Demonstration in Dresden zu beteiligen.

Bundesweites Aktionsbündnis "Studis gegen Pegida"