Antrag gegen verpflichtende Gebühren für Hoch-schulbewerber*innen hat Erfolg!

17.11.2013: Campusgrün Baden-Württemberg begrüßt es sehr, dass der Antrag gegen verpflichtende Gebühren für Hochschulbewerber*innen auf der Landesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen, an welchem wir mitgearbeitet hatten, angenommen wurde.

"Es freut uns sehr, dass die Grünen beschlossen haben, eine verpflichtende Erhebung von Gebühren, vor allem auf Eignungsfeststellungsverfahren für die Zulassung an Hochschulen, abzulehnen. Die Einführung solcher verpflichtender Gebühren halten wir für äußerst problematisch, da sie zu weniger Bildungsgerechtigkeit an baden-württembergischen Hochschulen geführt hätten.", meint Lars Maurer, Landesvorstand von Campusgrün Baden-Württemberg. "Nun hoffen wir, dass der Beschluss auch durchgesetzt wird und entsprechende Paragraphen in dem neuen Entwurf zur LHG-Novelle geändert werden, sodass statt einer Muss-Regelung wieder eine Kann-Regelung eingeführt wird.", führt Maurer weiter aus. "Wir werden uns auch weiterhin gegen Gebühren an baden-württembergischen Hochschulen einsetzen, die Student*innen aus einkom-mensschwachen Familien fernhalten.”

"Ein wichtiges Problem, welches in dem Beschluss auch aufgegriffen wird, ist die Anhäufung von Kosten bei Mehrfachbewerbungen. Hier müssen einheitliche Standards für alle Universitäten geschaffen werden, um diesem Effekt entgegenzuwirken.", fordert Anna Charis, Rätin im Landesvorstand für die Grüne Hochschulgruppe Konstanz.

"Die Verhandlungen über den Antrag forderten beiden Seiten Kompromisse ab, doch durch einen gelungen Dialog haben wir ein gutes Ergebnis hervorgebracht.", freut sich Ricarda Lang, Rätin im Landesvorstand für die Grüne Hochschulgruppe Heidelberg. "Wir waren positiv davon überrascht, dass die Landeswissenschaftsministerin dazu bereit war, auf unsere Forderungen einzugehen und einen gemeinsamen Kompromiss zu suchen."

Campusgrün Baden-Württemberg freut sich, dass Bündnis 90/Die Grünen durch die Annahme des Antrags ein Zeichen gegen die Benachteiligung Studierender aus einkommensschwachen Familien gesetzt hat und hofft, dass eine erfolgreiche Zusammenarbeit gerade in Bezug auf die die weiterhin sehr kritisch zu betrachtende LHG-Novellierung auch in Zukunft möglich sein wird.

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