Aus der Jugendrevolte in Großbritannien lernen

11.08.2011: Mit großer Besorgnis hat Campusgrün die Ausschreitungen vorwiegend jugendlicher Bürger_innen in Großbritannien beobachtet.

Unruhen in Chalk Farm, London Borough of Camden am 8. August 2011

"Diese Ausschreitungen sind in erster Linie Ausdruck und Folge einer völlig verfehlten Jugend- und Bildungspolitik. Jugendarbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und mangelnde Ausbildungschancen wurden von vielen Regierungen nur noch als Faktum hingenommen - Initiativen zur Problembehebung gab es kaum", stellt Patrick Luzina, Sprecher von Campusgrün fest. Die neoliberale Sparpolitik der letzten Jahrzehnte hat zu einem sozialen Kahlschlag auch im Bildungsbereich geführt. "Hierunter leidet nun eine ganze Generation junger Menscnen", ergänzt Patrick Luzina.

Die hier zu Tage tretenden Missstände sind dabei kein spezifisch britisches Phänomen, sondern haben eine europaweite Dimension erreicht: Von Griechenland über Spanien bis nach Irland waren insbesondere junge Menschen die Verlierer der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise.

"Diese Probleme lassen sich nicht mit Polizeigewalt lösen. Wir brauchen ein europaweites Sofortprogramm zur Schaffung von Studien- und Ausbildungsplätzen, sowie zur Förderung ,grüner Arbeitsplätze’. Dieses Sofortprogramm muss auch die Abschaffung aller Bildungsgebühren beinhalten," fordert Alexander Mein, Beisitzer im Bundesvorstand.

Campusgrün ruft zur Gewaltfreiheit auf allen Seiten auf und fordert die politisch verantwortlichen Akteure auf, endlich einen ehrlichen und offenen Dialog mit den Jugendlichen zu führen und sie aktiv in die Umgestaltung der Verhältnisse einzubeziehen.
Campusgrün Bundesvorstand

Bild: hughepaul, Lizenz: Creative Commons By 2.0 (nicht Teil der Pressemitteilung)

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