PM der GHG Heidelberg zu ProfessorInnenstellen aus Studiengebühren

15.12.2008: Die Grüne Hochschulgruppe sieht in der Ankündigung des Wissenschaftsministers, dass künftig (beamtete) ProfessorInnenstellen aus Studiengebühren geschaffen werden sollen einen klaren Wortbruch.

Bei Einführung der Studiengebühren wurde immer wieder betont, dass diese ausschließlich der Verbesserung der Lehre dienen sollten, dies wäre mit der neuen Regelung eindeutig nicht mehr der Fall. Die Hochschulen des Landes hatten bereits bislang die Möglichkeit ProfessorInnen im Angestelltenverhältnis aus Studiengebühren zu bezahlen, sie hätten jedoch den Forschungsanteil der Professur aus ihrem regulären Etat finanzieren müssen, dies wird durch die neue Regelung ausgehebelt.

"Die Befürchtung, dass das Land sich, mit Einführung der Studiengebühren, immer weiter aus der finanziellen Verantwortung für seine Hochschulen zurückziehen wird, hat sich bewahrheitet." so Philipp Zündorf, Mitglied der Grünen Hochschulgruppe, weiter erklärt er: "Wie das Beispiel Heidelberg zeigt, sind die Hochschulen nicht in der Lage die Studiengebühren für die ursprünglich vorgesehenen Zwecke zu verwenden. In der Konsequenz sollte man die Studiengebühren wieder abschaffen anstatt klassische Aufgaben des Landes auf die Studierenden abzuwälzen."