Pressemitteilung von Campusgrün zur Neugestaltung der Hochschulräte

10.02.2013: Campusgrün begrüßt die Entscheidung der grün-roten Landesregierung, in ihrer Novelle des Landeshochschulgesetzes eine Abkehr vom Konzept der "unternehmerischen Hochschule" zu vollziehen. Insbesondere die angekündigte Umgestaltung der Hochschulräte wird als Chance angesehen, die Hochschulen zu demokratisieren.

Pressemitteilung von Campusgrün zur Neugestaltung der Hochschulräte

Campusgrün begrüßt die Entscheidung der grün-roten Landesregierung, in ihrer Novelle des Landeshochschulgesetzes eine Abkehr vom Konzept der "unternehmerischen Hochschule" zu vollziehen. Insbesondere die angekündigte Umgestaltung der Hochschulräte wird als Chance angesehen, die Hochschulen zu demokratisieren.

Dabei muss der Einfluss der Wirtschaftsverbände in den Hochschulräten gesenkt werden. Es ist notwendig, dass eine Vielzahl gesellschaftlicher Gruppen - wie beispielsweise auch Gewerkschaften und Umweltverbände - angemessen repräsentiert werden, damit der Hochschulrat seiner beratenden Funktion umfassend entsprechen kann. Nur wenn er ein breit gefächertes Abbild der Gesellschaft darstellt, kann eine gute Beratung im Sinne einer demokratischen Hochschule stattfinden. Die Bestrebungen der Landesregierung, die Vielfalt gesellschaftlicher Perspektiven im Hochschulrat abzubilden, zeigen, dass dieser Appell auf fruchtbaren Boden gefallen ist.

"Wir unterstützen die geplante Einführung einer Frauenquote in den Hochschulräten. Es ist erfreulich, dass die Landesregierung den Anregungen gefolgt ist, den Frauenanteil im Beratungsgremium zu steigern, um auch auf diesem Wege zu einem angemessenen gesellschaftlichen Abbild zu gelangen", so Constanze Erhard, Mitglied des gewählten Landesvorstands von Campusgrün Baden-Württemberg.

Sonja Völker von der Grünen Hochschulgruppe Tübingen betont: "Die bisherigen Überlegungen der Landesregierung sehen allerdings auch vor, die Hochschulräte ausschließlich durch externe Mitglieder zu besetzen. Darin sehen wir eine Gefahr. Eine angemessene Beratung ist auf die Expertise von internen Gremienmitgliedern angewiesen. Unter den internen Mitgliedern müssen alle Gruppen der Hochschule vertreten sein, um den Hochschulräten die unterschiedlichen Perspektiven, die innerhalb der Hochschulen bestehen, vermitteln zu können."

Christian Mittelstaedt von der Grünen Hochschulgruppe Heidelberg ergänzt: "Die Hochschulräte ausschließlich mit Externen zu besetzen, wäre umso bedenklicher, falls bei diesen weiterhin Entscheidungsbefugnisse und Kontrolle über hochschuleigene Belange verbleiben. Wir bestehen daher weiterhin auf die Umsetzung der im Koalitionsvertrag festgehaltenen Absichten. Hochschulräte müssen zu rein beratenden Gremien weiterentwickelt werden. Nur wenn der Senat als demokratisch legitimiertes Organ der Hochschule alle Entscheidungskompetenzen innehat, wird eine demokratische Struktur an der Hochschule gewährleistet. Entscheidungen dürfen nicht über den Kopf der Hochschulmitglieder hinweg getroffen werden."

Da jedoch bereits der Koalitionsvertrag die Macht der Hochschulräte kritisch bewertet, besteht Campusgrün darauf, dass die anfänglichen Absichten durchgesetzt werden und die Hochschulräte zu rein beratenden Gremien weiterentwickelt werden.

Kontakt: Campusgrün Baden-Württemberg vorstand@campusgruen-bawue.de

Zugehörige Dateien:
Campusgrün PM Hochschulräte.pdfDownload (
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