Dem Debakel nach Stuttgart 21 darf kein bildungspolitische Debakel Baden-Württemberg 21 folgen!

20.01.2011: Aufruf zum Bildungsstreik 2011 / Demonstration am 29. Januar in Stuttgart

(gemeinsame Pressemitteilung von Campusgrün Baden-Württemberg und dem Campusgrün-Bundesvorstand)

Nach dem brutalen Polizeieinsatz gegen friedliche Schüler_innen und Student_innen auf der Stuttgart 21-Demo letzten August in Stuttgart finden am 29.1.2011 Proteste für eine bessere Bildungspolitik in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg statt. Die Landesregierung steuert erneut auf eine Krise zu. Wie bei Stuttgart 21 werden die Forderungen nach einer besseren Politik überhört.

"Es ist leider bitter nötig, dass Schüler_innen und Studierende weiterhin gemeinsam auf die Straße gehen und auf die immer noch bestehenden Probleme in der Hochschulpolitik und Schulpolitik aufmerksam machen", erklärt Philipp Bläß, Sprecher von Campusgrün Baden Württemberg. "Im dritten Jahr der bundesweiten bildungspolitischen Proteste sind immer noch keine grundlegenden Verbesserungen in der Bildungspolitik in Sicht. Es gibt zu wenige Studienplätze und zu wenig Masterplätze und mit dem Aussetzen der Wehrpflicht werden noch mehr junge Leute an die Hochschulen strömen, ohne einen gesicherten Platz an den Hochschulen zu erhalten", so Patrick Luzina, Sprecher des Bundesvorstands von Campusgrün.

Philipp Bläß weiter: "Demokratische Mitsprache auf Augenhöhe mit den Professor_innen und ein gebührenfreies Studium, beides Forderungen von Campusgrün, sind leider noch immer in weiter Ferne." Anwesenheitspflichten führen immer noch zu prekären Studienbedingungen. "Das neoliberale Gespenst geht immer noch an den Hochschulen um" führt Patrick Luzina weiter fort.

Die Politik darf bei der Bildung nicht gegen die Wand fahren, wir wollen kein Stuttgart 21 in der Bildungspolitik. Für eine gute Bildungspolitik werden wir auch weiterhin friedlich kämpfen, erklären die beiden Sprecher. "Wir brauchen endlich ein Umdenken in der Bildungspolitik, Schluss mit den Kürzungen und Schluss mit den leeren Worten, Investitionen im Bildungsbereich und Taten sind jetzt gefragt".

Der Unmut über die Studienbedingen und Studiengebühren im vergangenen Jahr in England, Italien, Griechenland, Ukraine und neuerdings in Tunesien, den Niederlanden und in vielen anderen Ländern zeigen uns "die Studierenden haben es satt".

Wir werden sehen, ob das Protestfeuer angesichts der Studienbedingungen in Baden-Württemberg für einen weiteren Brand, wie 2009 und 2010, zur Verbesserung der bildungspolitischen Umstände ausreichen wird. Campusgrün ist sich sicher, dass die Solidarität den Schüler_innen und Studierenden in Baden Württemberg bei dem Protest für eine bessere Bildung gilt. "Wir werden weiterhin für eine gute und sozial gerechte Bildungspolitik auf allen Ebenen kämpfen", bringen es Philipp Bläß und Patrick Luzina auf den Punkt.

Zugehörige Dateien:
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