one world - one struggle: Solidarisch weltweit gegen die Kommerzialisierung der Bildung!

10.07.2012: Am vorletzten Wochenende in Montréal gingen Eltern, Mütter, Student*innen, Schüler*innen , Professor*innen gemeinsam auf die Straße. Zehntausende stellten sich mit ihrem Protest gegen die sozial selektiven Studiengebühren.

Zur Zeit ist der Kampf gegen eine Ökonomisierung der Bildung und Hochschulbildung in vollem Gange. Der Neoliberalismus und sein Gesetz des freien Marktes stehen im Zenit der Ungleichheiten und der Verkümmerung einer solidarischen Gesellschaft. Auch in anderen Ländern sind diese Auswüchse jetzt erst recht spürbar. Spanien, Griechenland und weitere Länder mit unfassbaren Jugendarbeitslosigkeitsquoten von fast 50 % sind nur einige Beispiele.

Weltweit gibt es studentische Proteste, die sich gegen die Verwertung von Bildung richten und sich international solidarisieren. Wohl mehr als eine ganze Generation von jungen Menschen wird in prekäre Lebensumstände gedrängt und verantwortungslos verbrannt.

Dazu Patrick Luzina, Sprecher des Bundesvorstands von Campusgrün:

"Traurigerweise wird in den deutschen Medien viel zu oft und zu wenig kritisch darüber berichtet. Die Studierenden weltweit kämpfen für die richtige Sache: Einen freien Zugang zur Bildung für alle Menschen, der nicht davon abhängt, was die Eltern oder die Bank ihnen gibt. Immerhin haben wir seit 1948 ein Menschenrecht auf Bildung, aus dem eindeutig hervorgehen muss, dass Bildung keine Ware ist und sein darf, sondern ein freies kulturelles Menschenrecht. Unser Menschenrecht auf Bildung darf nicht nach 64 Jahren enden!

Aus den Erfahrungen und Fehlern die in der Vergangenheit und gegenwärtig gemacht wurden, müssen Konsequenzen gezogen werden. Investitionen in die Bildung und deren freien Zugang sind nötig.

Banken gehören endgültig in die Schranken - Bildung für alle Menschen wieder in den Fokus. Unsere Zukunft ist ein solidarisches Miteinander der Menschen und nicht -wie uns der freie Markt vorgaukelt - Wettbewerb und Konkurrenz. Wenn die Politiker*innen weltweit darauf nicht hören und achten wollen ist studentischer Widerstand mit anderen sympathisierenden Menschen notwendig und legitim.

Es wäre überaus wünschenswert, wenn sich auch viele Kommiliton*innen in den anstehenden Semesterferien mit den gegenwärtigen Situationen in dem internationalen Bildungskampf gegen eine Ökonomisierung der Bildung auseinandersetzen.

Schließlich wird es im Rahmen des International Students Movement "Global Day of Action for Education" am 18 Oktober 2012 und am "Global Education Strike" vom 14-21 November 2012 erstmalig in der Geschichte nicht nur um die eigene Tofu- Wurst gegen die Kommerzialisierung der Bildung gehen.

Der Unmut und der Protest gehört auf die Straßen getragen. Nur so lässt sich ein Druck aufbauen, der hoffentlich zu Veränderungen führen wird."

www.emancipating-education-for-all.org/