Grüne Power für Deutschlands größte Uni

19.06.2009: Die Grüne Hochschulgruppe Hagen ist erstmals an der Fern-Universität Hagen vertreten und in die Regierungsverantwortung gewählt.

Bringen Grüne Power an Deutschlands größte Hochschule: (v.l.) Der stellvertretende AStA-Vorsitzende Jochen Blumenthal aus Marburg, Studierenden-Parlamentarierin Nathalie Konias aus Mechernich und AStA-Referent Pascal Hesse aus Essen. Foto ©: Pascal Hesse

Erstmals in der Geschichte der 1974 gegründeten Fern-Universität in Hagen hat es die Grüne Hochschulgruppe Hagen (GHG) in das Studierendenparlament geschafft. An der mit 55.450 Studenten größten Universität der Bundesrepublik stellt die GHG zwei Mitglieder im Parlament, Jochen Blumenthal, 33-jähriger Bachelor-Student aus Marburg, und Nathalie Konias, 38-jährige Bachelor-Studentin aus Mechernich. "Unser zentrales Anliegen ist es, dass das Studium an der FernUni gebührenfrei bleibt, schließlich müssen die Studierenden schon heute oftmals mehrere Hundert Euro pro Semester an Materialgebühren entrichten. An einer Universität, in der Studenten nicht in den Hörsälen, sondern am heimischen Schreibtisch sitzen, ist es absolut irrwitzig und unverständlich, Studiengebühren einzuführen. Die FernUni würde dadurch das von Johannes Rau gesteckte Ziel nicht mehr erfüllen - ein reales Angebot einer zweiten Bildungschance für Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten.", verdeutlicht Blumenthal, der zugleich als stellvertretenden Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) in die Regierungsverantwortung gewählt wurde und dort das Referat Hochschulpolitik vertritt.

Keine Zugangsbeschränkungen für Master-Studiengänge

Weitere Ziele der GHG sind eine diskriminierungsfreie Lehre und Verwaltung, insbesondere für inhaftierte und behinderte Studenten. "Das Studienangebot der FernUni Hagen muss weiterhin vielschichtig bleiben und darf nicht auf die ertragreichen Bereiche reduziert werden. Wir sehen keinen Grund dafür, Zugangsbeschränkungen für Master-Studiengänge einzuführen, schließlich gibts an der FernUni keine überfüllten Hörsäle", ergänzt Konias. In den Fachschaften Rechtswissenschaften (ReWi) und Kultur- und Sozialwissenschaften (KSW) ist die GHG mit je einem Mitglied vertreten, Jochen Blumenthal und Pascal Hesse, 22-jähriger Bachelor-Student aus Essen, der zugleich als AStA-Referent für Öffentlichkeitsarbeit, sowie in den Vorstand des Fachschaftsrats KSW gewählt wurde. Marianne Steinecke, 51-jährige Master-Studentin aus Heidelberg, wurde zusätzlich Fachschaftsvorstand der ReWi.

Das persönliche Gesicht erhalten

Die FernUni Hagen rühmt sich mit der großen Anzahl ihrer Studienzentren in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Russland und Ungarn in der Öffentlichkeit. Hinter den Kulissen jedoch wird die Kürzung des Angebots geplant und vorbereitet. Dagegen erheben wir Einspruch und pochen darauf, Menschen in den Schlüsselpositionen zu lassen und nicht der Maschine den völligen Vorzug zu geben", erklärt Hesse und ergänzt: "Die Schließung einiger Zentren ist eine äußerst unkreative Alternative zu einer wirklichen Bemühung, die aktuellen Herausforderungen anzunehmen und gute Konzepte zu entwickeln. Für das Letztere möchten wir uns einsetzen und dafür kämpfen, dass die Fern-Universität Hagen weiterhin ein persönliches Gesicht besitzt." Weitere Infos unter: www.ghg-hagen.de (Hes)