Bologna: Wie weiter nach 10 Jahren Studienreform?
Freitag, 28.05.2010 bis Sonntag, 30.05.2010, 23:59 UhrSeminar von Campusgrün in Leipzig
Vor genau 10 Jahren initiierten die Regierungschefs Europas mit der Sorbonne Erklärung den Start des Bologna-Prozesses. Ziel war und ist die Herstellung eines europäischen Hochschulraumes mit vergleichbaren Abschlüssen. Zehn Jahre Studienreformprozess erzeugten in Deutschland nicht nur positive Ergebnisse. Überfrachtete Studienordnungen, mangelnde Mobilität, unterfinanzierte Studienplätze und intransparente Studienverläufe überschatteten die eigentlichen Ziele der Reform.
Die verschiedenen bildungspolitischen Akteure wie Hochschulen, Landesregierungen und das Bundesministerium für Bildung und Forschung schieben sich gegenseitig die Schuld für die desolate Situation zu. Doch die Frage, auf wessen Rücken der Streit um die mangelhafte Umsetzung der Reform ausgetragen wird, scheint niemanden zu interessieren. Studierende sind die Leidtragenden von Kompetenzgerangel, mangelndem Gestaltungswillen und fehlender Kenntnisse der Entscheidungsträger. Damit muss endlich Schluss sein!
Ziel des Seminars soll es sein, den Bologna Prozess nicht nur als die Umstellung vom Diplom auf Bachelor-/ Master-Studiengänge zu sehen, sondern darüber hinaus auch die unterschiedlichen Problematiken wie Mobilität innerhalb des europäischen Hochschulraums, Anrechnung von Studienleistung und die soziale Dimension zu beleuchten. Nur wenn Studierende besser aufgeklärt werden, welches wirklich Ziel der Bologna-Prozess verfolgt, können sie als Multiplikatoren an Hochschulen wirken und sich in Gremien sicher gegenüber Professoren behaupten.
Ort: Leipzig
Datum: 28.-30. Mai 2010
Fahrtkosten: Erstattung bis zum BahnCard50-Preis (nur für Studierende)
Kosten: Teilnahmegebühr 15 Euro
Hinweis: Eine Anmeldung ist zur Zeit noch nicht möglich.
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