Jenny Kock

Projektkoordinatorin im Bundesvorstand seit September 2014

Hallo ihr Lieben,

mein Name ist Jenny Kock und ich bin zurzeit noch 19 Jahre jung. Ich komme ursprünglich aus Magdeburg und studiere seit dem Wintersemester 2013 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Im Hauptfach studiere ich Soziologie und im Nebenfach Philosophie. Bereits seit der Oberstufe habe ich mich für eine ökologische und tierfreundliche Lebensweise engagiert und arbeite seit Oktober 2013 aktiv bei einigen Gruppen wie "Vegan in Halle" oder der "Initiative wildtierfreier Zirkus Halle" mit. In der Hochschulpolitik bin ich noch relativ frisch, denn zur GHG bin ich erst im Frühjahr 2014 gekommen. Dort bin ich seit Juni Beisitzerin der Geschäftsführung und wurde im Mai in den Studierendenrat gewählt.

Besonders am Herzen liegt mir das Thema Tierschutz an Hochschulen, da es besonders im Bezug auf Tierversuche noch viel Handlungsbedarf gibt. An vielen Hochschulen haben Studierende, die aus ethischen oder fachlichen Gründen nicht an Tieren experimentieren möchten, mit Benachteiligungen im Studium zu kämpfen. Beispielsweise können Biologiestudent*Innen an der MLU ohne Tierversuche ihr Studium nicht erfolgreich abschließen. Dem entgegen steht die unzureichende Übertragbarkeit der im Tierversuch erlangten methodischen Fähigkeiten auf die Anwendung am Menschen. Deswegen werde ich mich dafür einsetzten, dass mittelfristig alle Studierenden ein tierversuchsfreies Studium ohne Nachteile absolvieren können und langfristig an Hochschulen überhaupt nicht mehr an Tieren experimentiert wird.

Weiterhin ist es mir wichtig, dass das vegan-vegetarische Angebot in Hochschulmensen eingeführt bzw. ausgeweitet wird. Veganer*Innen und Vegetarier*Innen haben in vielen Hochschulstandorten kaum oder gar keine Möglichkeiten, ein ausgewogenes Mittagessen in der Mensa einzunehmen. Auch die Kennzeichnung der Inhaltsstoffe in den Speisekomponenten ist oft nur unzureichend. Ich möchte darauf hin wirken, dass diese tier- und umweltfreundlichen Ernährungsweisen gefördert anstatt behindert werden, damit es in den Hochschulmensen eine echte Wahlfreiheit für alle Student*Innen gibt.

Ein weiteres Problem, mit dem ich mich befassen möchte, ist die Entdemokratisierung von Hochschulen. Oft ist die Wahlbeteiligung bei Hochschulwahlen erschreckend niedrig und die Vielfalt der aktiven Hochschulgruppen auch nur sehr eingeschränkt. Deswegen möchte ich neue grün-alternative Hochschulgruppen beim Aufbau unterstützen und die Vernetzung zwischen den bereits Existierenden vorantreiben. Besonders konzentrieren möchte ich mich dabei auf die mitteldeutschen Hochschulen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, da ich in diesen Regionen einen besonderen Mangel an grüner Hochschulpolitik feststellen musste.

Ich freue mich sehr auf die Arbeit im Bundesvorstand, in der ich gemeinsam mit vielen engagierten Menschen einige wichtige Projekte durchführen werde, die den Weg zu einer grüneren Hochschulpolitik ebnen werden.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik oder wenn ihr euch einfach nur mit mir austauschen wollt, könnt ihr mir gerne schreiben unter: jenny.kock[at]campusgruen.de