Grüner Nachwuchs fordern Erklärung zu rassistischen Äußerungen des FU-Präsidenten Lenzen

Pressemitteilung der Grünen Hochschulgruppe der FU und der Grünen Jugend Berlin:

Nach den Äußerungen des FU-Präsidenten Lenzen, nach dem der niedrigere Intelligenzquotient von MigrantInnenkindern türkischer Herkunft für das schlechte Abschneiden Berlins beim Pisa-Test verantwortlich sein könne, fordert die Grüne Jugend Berlin und die Hochschulgruppe an der FU eine entschuldigende Stellungsnahme. Sollte Lenzen seine Entgleisung nicht entschuldigen, wäre er als FU-Präsident nicht mehr tragbar.

"An dem schlechten Abschneiden Berlins sind nicht die MigrantInnenkinder schuld, sondern die Berliner Schulstrukturen, die auf unterschiedliche Herkunft und Sprachhintergründe noch immer unzureichend vorbereitet sind.", erklärt Stefan Ziller, Sprecher der Grünen Jugend Berlin. "Das Kinder mit Migrationshintergrund sich schwertun, hat viel mit mangelnder frühkindlicher Förderung, aber gar nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun." ergänzt der Kandidat für den Bundestag.

Christian Beck, Sprecher der grünen FU-Hochschulgruppe und Mitglied im Akademischen Senat der Freien Universität fordert: "Präsident Lenzen muss seine Äußerungen erklären. Ein Präsident, der im Verdacht steht TürkInnen oder türkischstämmige MigrantInnen pauschal als weniger intelligent zu betrachten, ist nicht tragbar. Hier muss Klarheit geschaffen werden."