Pressemitteilung zur Novelle des Wissenschaftzeitvertragsgesetzes

05.11.2015: Die Regierungsnovelle des Wissenschaftszeitvertrags-gesetzes kommt nach vielen Ankündigungen sehr spät und setzt notwendige Änderungen nicht um.

Das Problem, dass junge Wissenschaftler*innen in Kurzzeitverträgen und schlechten Arbeitsbedingungen von den Hochschulen ausgebeutet werden, löst der Kompromiss von CDU und SPD nicht. Stattdessen gibt es nur kleine Änderungen und dafür große Schlupflöcher für Hochschulen im Sparzwang.

"Dieses Gesetz ist keine Lösung für die Probleme des wissenschaftlichen Nachwuchses und schafft mit der Einführung einer Begrenzung von vier Jahren für wissenschaftlichen Hilfskräfte sogar noch neue Probleme.", sagt Andreas Ewald, Sprecher von Campusgrün. "Ohne Mindestvertragslaufzeiten und die Aufhebung der Tarifsperre bleibt die Novelle hinter ihrem Anspruch zurück."

"Die Ankündigungen der großen Koalition im Bereich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden in diesem Entwurf nicht umgesetzt." ergänzt die Sprecherin Madelaine Stahl. "Mit diesem Gesetz wird eine moderne Familienpolitik konterkariert; auch in Zukunft werden damit zahlreiche Menschen an der Arbeit in der Wissenschaft gehindert."

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