Ausbeutung der Generation Praktikum muss ein Ende haben!

03.07.2014: Campusgrün spricht sich für einen flächendeckenden Mindestlohn ohne ungerechte Ausnahmen unter anderem für Praktikant*innen aus.

Heute, am 3. Juli wurde mit den Stimmen der schwarz-roten Koalition das Gesetz zur Stärkung der Tarifautonomie (Tarifautonomiestärkungsgesetz) im Bundestag beschlossen. Dieses sieht eine Ausnahme vom Mindestlohn für Pflichtpraktika und freiwillige Praktika unter drei Monaten vor. Hierzu meint Campusgrün:

"Wir sind sehr enttäuscht, dass die Große Koalition durch Lücken und Kompromisse beim Mindestlohn eine weitere Ausbeutung von unzähligen Praktikant*innen nicht verhindert.", betont Ricarda Lang, Bundessprecherin von Campusgrün. "Neben den bestehenden Pflichtpraktika in Schulen und Hochschulen sind freiwillige Praktika für viele Studierende heute ein Muss, um nach dem Abschluss Aussichten auf einen Beruf zu haben. Diese Abhängigkeit der Praktikant*innen führt jedoch häufig dazu, dass sie extrem niedrigen Stundenlöhnen oder sogar unbezahlten Praktikastellen ausgesetzt sind, obwohl sie zeitintensive und anstrengende Arbeit erbringen."

Philipp Bläß, Bundessprecher von Campusgrün ergänzt: "Durch die Einführung des Mindestlohns hätte dieser ungerechten Praxis endlich ein Ende gesetzt werden können. Darauf wird jedoch durch den Kompromiss den Mindestlohn nicht auf Pflichtpraktika und auf unter dreimonatige freiwillige Praktika anzuwenden verzichtet. Dieses Schlupfloch ist sozial ungerecht und belastet die junge Generation in hohem Maße!"

Ansprechpartner*innen: Ricarda Lang Bundessprecherin im Bundesvorstand von Campusgrün E-Mail: ricarda.lang@campusgruen.de Tel.: 015788609103

Philipp Bläß Bundessprecher im Bundesvorstand in Campusgrün E-Mail: philipp.blaess@campusgruen.de Tel.: 017621890935

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