Klage des Kieler RCDS gegen Grüne Hochschulgruppe gescheitert.

28.08.2007: Der Bundesvorstand von Campusgrün begrüßt die Entscheidung des Kieler Amtsgerichts vom Montag, 27.08.2007, die Klage des Kieler RCDS abzuweisen. Die Klage richtete sich gegen ein Flugblatt, das die Grüne Hochschulgruppe der Christian-Albrechts-Universität Kiel

Der Bundesvorstand von Campusgrün begrüßt die Entscheidung des Kieler Amtsgerichts vom Montag, 27.08.2007, die Klage des Kieler RCDS abzuweisen. Die Klage richtete sich gegen ein Flugblatt, das die Grüne Hochschulgruppe der Christian-Albrechts-Universität Kiel gemeinsam mit anderen Hochschulgruppen auf dem Campus verteilt hatte. Sie äußerte sich hierhin kritisch über einen vom RCDS organisierten Vortrag mit dem Titel "Die Amerikanisierung der deutschen Sprache und Kultur" vom 24. Januar 2007, der von "zweifelhaften rechtslastigen Andeutungen" durchsetzt war. Im Flugblatt heißt es unter anderem: "So war im Vortrag Schmitz‘ die Rede von einer "heute noch an­haltenden Okkupation", deren "Agenten" das Eindringen von Amerikanismen in die deutsche Spra­che gezielt förderten und für ihre Zwecke nutzten, und dies mit dem Ziel der "Fremdbestimmung" des deut­schen Volkes." Ferner kritisierten die Hochschulgruppen, dass Schmitz Autor einer Studie ist, die von der "Deutschland-Bewegung" des bayerischen Rechtsextremen Alfred Mechtersheimer vertrieben wird. Der komplette Text ist auf www.gruene.uni-kiel.de zu finden.

Inga Müller und Tom Münster, die SprecherInnenn von Campusgrün hierzu: "Das Urteil ist eine schallende Ohrfeige für den Kieler RCDS. Demokratie lebt von freier Meinungsäußerung - und von einer deutlichen Abgrenzung von Positionen, die im Umfeld von Neonazis und Unbelehrbaren gang und gäbe sind. Der RCDS Bundesverband und die CDU sollten auf ihre Kieler Ausreißertruppe einwirken, in ihrem eigenen Interesse auf eine Berufung zu verzichten und sich stattdessen endlich von den umstrittenen Äußerungen des Referenten zu distanzieren!"

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