6. Bundesversammlung des Bündnisses grün-alternativer Hochschulgruppen in Karlsruhe

20.11.2002: Vom 9.-10.11.2002 fand die 6. Bundesversammlung des Bündnisses grün-alternativer Hochschulgruppen statt. Die Delegierten aus ganz Deutschland versammelten sich, um den Vorstand teilweise neu zu wählen und um sich zum hochschulpolitischen Teil des rot-grünen Koalitionsvertrag zu äußern.

Leider hat sich die Koalition auf kein einziges klares Projekt festgelegt" kritisiert Christine Scholz (23), wiedergewählte Vorstandssprecherin aus Berlin: "Es besteht viel ßbeinstimmung in der politischen Ausrichtung. Aber wir werden darauf drängen müssen, dass den wolkigen Formulierungen konkrete Taten folgen. Um die Studierendenquote wie festgeschrieben auf 40% eines Abiturjahrganges zu erhöhen, müsste die Personal- und Sachausstattung der Hochschulen erheblich verbessert werden."

"Wir brauchen kein neues Ranking á la Spiegel und Focus sondern ein elternunabhängiges BAföG!" sagt Fabian Klabunde (25), neu gewählter Vorstandssprecher aus Hamburg. Auch die Formulierung zu den GATS Verhandlungen gehen in die richtige Richtung aber sie bleiben zu vage. "Die Aussage, das öffentlich finanzierte Bildungssystem solle erhalten bleiben, darf nicht heißen, dass wir ausländische Hochschulen nach Deutschland einladen, um hier gleichzeitig staatliche Förderung und Studiengebühren abzusahnen. Im Moment gehört auch die Studiengebühren erhebende Privatuni IUB (International University of Bremen) zum 'öffentlich finanzierten Bildungssystem', da sie durch Bundesbaumittel gefördert wird." so Scholz. Die Delegierten waren sich einig, daß das schlechte Gewissen der Koalition wegen des Pisa-Berichts nicht zu einer stiefmütterlichen Behandlung der Hochschulen gegenüber Kindergärten und Schulen führen dürfe. Sowohl bei der Finanzierung, als auch bei dem nationalen Hochschulbericht müssten die Hochschulen angemessen berücksichtigt werden.

Die Bundesversammlung dankte dem bisherigen Vorstandssprecher Till Westermayer für seine Arbeit. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Jasmin Fischer und Rudi Mewes werden auch weiter dem Vorstand angehören. Ihre Amtszeit endet erst in einem Semester.

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