PM: Der Kurs wird härter!

10.05.2011: Nationale Bologna Konferenz schönt den Zwang zu Mobilität und vergisst die wichtigen Studienplätze

Am letzten Freitag fand in Berlin erneut die Nationale Bologna Konferenz statt. Campusgrün ist als teilnehmender Bundesverband mehr als enttäuscht. Nach einjähriger Debatte wurden die wesentlichen, unter dem Druck der starken Bildungsproteste gemachten Versprechen von Ministerin Schavan und dem BMBF nicht umgesetzt.

Von einer "Bildungsrepublik" wie sie Kanzlerin Merkel postuliert, ist leider weiterhin nichts zu spüren. Eins ist klar: der Kampf um Studienplätze wird vor dem Hintergrund doppelter Abiturjahrgänge und der ausgesetzten Wehrpflicht härter. Alle Prognosen zeigen, es wird in den nächsten Jahren an tausenden von Studienplätzen fehlen. Dies zu ändern wäre die Aufgabe von Ministerin Schavan.

Auf der Konferenz jedoch schob man sich lieber gegenseitig die Schuld zu, statt an den Problemen zu arbeiten und zusammen mit den jungen Menschen ein gerechteres Bildungssystem zu entwerfen. Das zentrale Thema der Hochschulpolitik, das verbriefte Recht auf den freien Zugang zu einem Masterplatz, fiel auf der Konferenz komplett unter den Tisch. Campusgrün hat mit den anderen großen Studierendenverbänden hierzu eine Kampagne gestartet: www.freier-masterzugang.org

Auch beim Thema Mobilität der Studierenden wird die Öffentlichkeit bewusst getäuscht. Studierende müssen sehr oft ihren Studienplatz wechseln, nicht weil sie wollen, sondern weil es ihnen politisch so vorgegeben wird. Campusgrün fordert eine freie und eigene Entscheidungsmöglichkeit der Studierenden und keine bürokratische Willkür. Dass Studierende gegeneinander im Wettbewerb um einen Studienplatz ausgespielt werden, hat mit dem Gedanken von Bologna nichts zu tun! Campusgrün hofft, dass sich die Studierenden in den kommenden Semestern gegen diese hochschulpolitische Irrfahrt stellen werden. Es geht schließlich um Ihre Zukunft - berufliche Chancengerechtigkeit fängt mit der Bildung an!

Campusgrün
Bundesvorstand

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