CASTOR-Transport nach Lubmin stoppen!

07.12.2010: Mehrere tausend Menschen protestierten am 06.11.2010 gegen den CASTOR-Transport nach Gorleben. Durch vielfältige Aktionen haben sie gezeigt, dass die Menschen mit der Atompolitik der Bundesregierung nicht einverstanden sind. Doch der heiße Herbst ist noch nicht vorbei!

Am 14.12.2010 startet wieder ein Transport von vier CASTOREN aus Cadarache in Frankreich ins Zwischenlager Nord bei Greifswald. "Dabei sollte Lubmin ursprünglich nur den Atommüll aus dem Abbau ostdeutscher Atomkraftwerke aufnehmen.", sagt Florian Geyder, Mitglied der Grünen Hochschulgruppe Greifswald.

Bisher werden 65 CASTOREN mit hochradioaktivem Abfall in Lubmin gelagert. Die Zahl würde sich zusammen mit einem weiteren Transport, der im Frühjahr 2011 geplant ist, auf 74 erhöhen.

Es steht zu befürchten, dass Lubmin angesichts der Atompläne der Bundesregierung weiter ausgebaut und zu einem Endlager wird. "Und das, obwohl Lubmin in einer touristisch besonders bedeutsamen Region zwischen Rügen und Usedom liegt, die für die Lagerung von hochradioaktiven Stoffen völlig ungeeignet ist", so Florian Geyder. "Die CASTOREN liegen in Hallen, die Supermarkthallen ähneln. Die gesamte Anlage liegt nur wenige Meter über dem Meeresspiegel. Eine Gefahr für das gesamte Ökosystem und die Artenvielfalt der Ostsee." Außerdem gibt es in Lubmin keine sogenannte "Heiße Zelle", ein Spezialraum zur Reparatur beschädigter CASTOREN. Eine gefährliche Situation.

"Die CASTOR-Transporte sind Teil des ungelösten Atommüllproblems in ganz Deutschland. Daher unterstützen wir die Proteste in Mecklenburg-Vorpommern", sagt Patrick Luzina, Sprecher des Bundesvorstandes von Campusgrün.

Wir rufen alle Atomkraftgegner_innen auf, entlang der Transportstrecke durch das ganze Bundesgebiet ihren Widerstand und Protest zu manifestieren. Am Samstag, den 11.12.2010 wird um 13:00 Uhr eine große Demo auf dem Bahnhofsplatz in Greifswald stattfinden, zu der etwa 5.000 Demonstrant_innen erwartet werden. Ab dem 15.12.2010 wird es zwischen dem Streckenabschnitt Greifswald - Lubmin einen Anlaufpunkt für die friedliche Bewegung gegen den CASTOR geben.

Macht mit beim kreativen Protest! "Die Bundesregierung soll sehen, dass alle Menschen in Deutschland - ob Ost oder West, Nord oder Süd - ein Problem mit der Atomenergie und ihren Konsequenzen haben!" fügt Florian Geyder hinzu.

Weitere Informationen unter www.lubmin-nix-da.de

Campusgrün
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