Campusgrün unterstützt bundesweiten Bildungsstreik

17.11.2009: Campusgrün solidarisiert sich mit den Streikenden und weist auf die breite gesellschaftliche Basis der Proteste hin.

"Wir solidarisieren uns gemeinsam mit Gewerkschaften, Bundestagsmitgliedern und dem Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) mit den bildungsprotestierenden Menschen! Inzwischen weiten sich die Proteste international aus, alle Akteure haben erkannt das reine ökonomische Verwertung der Bildung der falsche Weg ist, es muss eine nachhaltige Bildungspolitik her, die auch soziale Dimensionen erfasst!" erklärt Jacqueline Klimesch, Sprecherin von Campusgrün.

Die einseitige Kritik der konservativen Studierendenverbände Ring Christlich Demokratischer Studenten (RCDS) und Liberale Hochschulgruppen (LHG) hält Campusgrün für wenig zielführend. Statt sich mit den offensichtlichen Problemen zu beschäftigen und sich mit ihren Kommilitoninnen zu solidarisieren werden die Proteste als ausschließlich linke Aktionen dargestellt und entsprechend der eigenen Ideologie abgelehnt. Dass dies schlicht falsch ist, zeigt die breite Unterstützung durch Gewerkschaften, Wissenschaftsverbände, Sozialdemokraten, Grüne und auch politisch gelbe bis schwarz orientierte. Nur ein sehr kleiner Teil der Protestierenden versucht hierbei utopisch anmutende Maximalforderungen zu vertreten. Die meisten Studierenden triebt die schiere Wut und Ohnmacht Angesichts einer verkorksten Bolognareform, steigendem Prüfungsdruck und sozialer Selektion mittels Studiengebühren und Eliteförderung auf die Straße.

"Das Bildungssystem ist Jahrzehnte lang vernachlässigt worden, nun ist die Zeit für eine grundlegende Reform zum Wohle der Studierenden zu verwirklichen. Die von schwarz-gelb angekündigten Änderungen sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein oder verschlimmern die Lage sogar.", erklärt Patrick Luzina, Sprecher von Campusgrün.

Ingo Henneberg, Mitglied des Bundesvorstands, ergänzt: "Nicht einige wenige Elitehochschulen sollen das Ziel sein, sondern eine breite Förderung aller Bildungsbereiche, sozialer Durchlässigkeit und Aufstiegschancen, Förderung jedes Einzelnen und Abschaffung aller Zugangshürden. Die Hochschulen selber müssen demokratischer werden statt immer mehr durch wirtschaftsdominierte Hochschulräte dominiert werden. Bildung ist die Chance im 21. Jahrhundert, angesichts der demografischen Lage kann es sich Deutschland nicht leisten auf Potentiale zu verzichten!".

Der gesamte Bundesvorstand vom Campusgrün hofft, dass sich möglichste viele an den bundesweiten Demonstrationen am 17.11.09 und darüber hinaus friedlich beteiligen werden. Es werden heute dutzende Demonstrationen in Deutschland, Frankreich und in anderen Teilen der Welt stattfinden. Bildung ist ein Menschenrecht, daran zu erinnern und sich dafür einzusetzen ist unser aller Aufgabe. Die Grünen Hochschulgruppen in Deutschland werden an zahlreichen Orten aktiv für eine bessere Bildungspolitik streiten!

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