Recht auf Bildung vor Auswahl-Wunsch von Hochschulen

14.11.2004: Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Partei-Grünen ist klar der Linie des Hochschulgruppenbündnisses gefolgt, dass das Recht der Studierenden vor dem Recht der Hochschulen steht. Ein Bericht von der BAG-Tagung 13./14.11.04 in Hannover.

Wichtigster Punkt der Tagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaft, Hochschule und Technologiepolitik von Bündnis 90/Die Grünen dieses Wochenende in Hannover war die Neuregelung des Hochschulzugangs. Die Diskussion fand gemeinsam mit der BAG (Schul-)Bildung über einen Entwurf statt, an dessen Ausarbeitung Grüne aus unterschiedlichen Ländern sowie das Sprecherduo des Hochschulgruppenbündis, Tina Hoffmann und Christian Beck, beteiligt waren. Die Diskussion ergab klare Zustimmung zum Papier. Ein endgültiger Beschluss soll nach leichten Änderungen in wenigen Wochen per eMail-Liste der BAG ergehen. Auch daran wird das BGAHG beteiligt sein.

In der Diskussion stand - sehr verkürzt - angesichts der zunehmend erlaubten Auswahl von Studierenden durch die Hochschulen das Recht der Studierenden auf ihre Wahl gegen den Wunsch der Hochschulen, Studierende nach ihrer Passung zum eigenen Profil auszuwählen. Ebenso einig wie bei dieser Entscheidung fiel die Zustimmung zu einem stark ausgebauten Eingangsjahr aus. In dieser ersten Phase sollen die heterogenen Voraussetzungen der Studierenden so gefördert werden, dass die Zahl der Studienabbrecher deutlich gesenkt werden kann.

Die endgültige Version des Papiers soll nun möglichst schnell verabschiedet werden, um die grüne Position zum Hochschulzugang zu klären, während in vielen Ländern die Gesetze der kürzlichen Hochschulrahmengesetznovelle angepasst werden.

Diskutiert wird das Thema natürlich auch kurz auf der anstehenden Bundesversammlung (26.-28.11.04 in Mainz).

Im Anhang ist der Entwurf der AG der BAG herunterzuladen.

Zugehörige Dateien:
Hochschulzugang_AGEntwurf.pdfDownload (78 kb)

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