Was man über die Exzellenzinitiative wissen sollte

16.05.2010: Zwei Reformen halten die Hochschulen in Atem: Der Bolognaprozess und die Exzellenzinitiative. Worum es bei Bologna geht, ist spätestens seit den Studierendenstreiks bekannt. Was aber ist die Exzellenzinitiative? Wir beantworten einige Fragen zur Entstehung, zu den Zielen und Wirkungen des Exzellenzwettbewerbs - und zur Kritik, die er hervorgerufen hat. Von Tanja Klett und Stephan Ertner.

Exzellenzinitiative in Deutschland

Was ist die Exzellenzinitiative?

Die Exzellenzinitiative ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung der universitären Forschung, der gemeinsam von Bund und Ländern im Jahr 2005 ausgelobt wurde. Sie soll die Nachwuchsförderung, den Aufbau interdisziplinärer Forschungsverbünde und die strategische Entwicklung an den Universitäten stimulieren. Dazu wurden drei Förderlinien ins Leben gerufen. Universitäten konnten die finanzielle Förderung für Graduiertenschulen (für die Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden), für Exzellenzcluster für die Spitzenforschung (in denen Forscherinnen und Forscher in einem Themengebiet zusammen arbeiten) und für sogenannte "Zukunftskonzepte" beantragen. Die erste Förderphase läuft von 2006-2011. Im Jahr 2009 beschlossen die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder die Fortsetzung des Exzellenzwettbewerbs, in einer nächsten Runde, die bis 2017 laufen soll. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat (WR) koordinieren das Programm.

Was sind die Ziele der Exzellenzinitiative?

Galt die deutsche Hochschullandschaft traditionell als qualitativ relativ homogen, so soll die Exzellenzinitiative für eine Ausdifferenzierung sorgen sowie die universitäre "Spitzenforschung" stärken und international sichtbarer machen. Die Exzellenzinitiative entstand in Folge des Lissabon-Abkommens, in dem sich die Mitgliedsstaaten der EU verpflichteten, bis 2010 verstärkt in ihre Bildungs- und Wissenschaftssysteme zu investieren. In Deutschland wurde dies als Teil der Agenda 2010 aufgenommen und durch die Hightech-Strategie der neuen Regierung 2006 fortgeführt. Bereits 2004 wollte die damalige Bildungsministerin Bulmahn mit dem Wettbewerb "Brain up - Deutschland sucht seine Spitzenuniversitäten" bis zu fünf Universitäten auszeichnen. Dieser Elitewettbewerb stieß auf erheblichen Widerstand seitens der Länder, von denen keines leer ausgehen wollte. Erst 2005 einigten sich Bund und Länder auf die Exzellenzinitiative, einen Wettbewerb unter der Federführung der Wissenschaft.

Um wie viel Geld geht es?

In der ersten Phase geht es um 1,9 Mrd. €. Der Bund steuert 75%, die Länder 25% bei. Damit ist die Exzellenzinitiative ein großes Förderprogramm. Im Vergleich mit dem Jahresetat der privaten US-Hochschule Stanford (2,8 Mrd. Dollar) mag sich das relativ bescheiden anhören, für die deutschen Universitäten geht es jedoch in Zeiten stagnierender Grundfinanzierung um viel Geld: Bei einer Laufzeit von fünf Jahren erhält eine Graduiertenschule im Durchschnitt 1 Mio. € jährlich, ein Exzellenzcluster 6,5 Mio. €. Universitäten, deren Zukunftskonzept gefördert wird, erhalten durchschnittlich 21 Mio. € im Jahr.

Wie wurden die Universitäten beurteilt?

Während der beiden Ausschreibungsrunden 2006 und 2007 wurden insgesamt 580 Anträge in allen Förderlinien eingereicht. 85 wurden nach einem zweistufigen Verfahren bewilligt. Mit der Begutachtung der Anträge wurden die DFG (Graduiertenschulen und Cluster) und der Wissenschaftsrat (Zukunftskonzepte) betraut. Sie erfolgte über ein international besetztes Peer Review (Begutachtung durch unabhängige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler). Von rund 300 Beteiligten kamen in der ersten Ausschreibungsrunde 60 Prozent aus dem europäischen Ausland, rund 30 Prozent aus Übersee und etwa zehn Prozent aus Deutschland[1]. Kriterien für die Begutachtung der Anträge waren:

  • die wissenschaftliche Qualität
  • der interdisziplinäre Ansatz
  • die internationale Sichtbarkeit
  • die Zusammenführung regionaler Forschungskapazitäten

Da sich wissenschaftliche Qualität bislang nicht disziplinenübergreifend und objektiv messen lässt, entzündete sich eine kritische Debatte über das Begutachtungsverfahren. Moniert wurde, dass oft nicht die Qualität der Anträge entscheidend war, sondern Reputation und Leistungen (Drittmitteleinwerbung, Publikationsleistung etc.) der beteiligten Forscherinnen und Forscher und Universitäten in der Vergangenheit. Oft seien die Kriterien nicht klar gewesen und die unterschiedlichen Fachkulturen, die sich in den Anträgen spiegelten, nicht ausreichend berücksichtigt worden. Erst im Bewilligungsausschuss, in dem die letzten Entscheidungen getroffen wurden, waren die Bildungsministerinnen und -minister von Bund und Ländern vertreten. So sollte sichergestellt werden, dass die Förderbeschlüsse auf "wissenschaftlicher Exzellenz" beruhten und landespolitische Interessen keinerlei Einfluss auf das Ergebnis haben.

Welche Projekte wurden ausgewählt?

Gegenwärtig werden im Rahmen der Exzellenzinitiative 39 Graduiertenschulen, 37 Exzellenzcluster und 9 Zukunftskonzepte gefördert. Am erfolgreichsten haben die Universitäten in Baden-Württemberg abgeschnitten. Gleich drei Universitäten - Freiburg, Karlsruhe und Konstanz - konnten mit ihren Zukunftskonzepten überzeugen. Am meisten Geld konnte die LMU in München einwerben. Die ostdeutschen Universitäten waren weniger erfolgreich - so bekam nur Dresden einen Exzellenzcluster und eine Graduiertenschule bewilligt, Jena und Leipzig bekamen je eine Graduiertenschule.

Wirtschaftskooperationen, Technologietransfer und problemorientiertes Forschen realisieren sich traditionell vor allem in den Natur-, Technik- und Lebenswissenschaften. So haben die Forschungsvorhaben der lebenswissenschaftlichen Forschung mit einem mit Anteil von gut einem Drittel an den Bewilligungen am Besten abgeschnitten. Ihnen folgen die Natur- und Ingenieurwissenschaften mit je einem Viertel. Geisteswissenschaften waren deutlich im Nachteil, was auch in der Gutachterkultur begründet liegt, die in den Geisteswissenschaften sehr kritisch ausfällt.

Wer hat profitiert?

Neben der universitären Forschung haben vor allem Doktorandinnen und Doktoranden von der Exzellenzinitiative profitiert. Von gegenwärtig 4057 wissenschaftlichen Stellen in den geförderten Projekten entfällt etwa die Hälfte auf Promovierende. Teilweise haben sich die Universitäten sogar schwer getan, geeignetes Personal, insbesondere im Bereich des Forschungsmanagements, zu finden. Der Frauenanteil lag 2008 deutlich höher als 2006: 35,7 Prozent des rekrutierten Personals ist weiblich - bei den Promovierenden liegt der Anteil der Doktorandinnen bei 41 Prozent; bei den Professuren bei 27 Prozent (gg. dem Bundesdurchschnitt von 15,2 Prozent in 2006)[2]. So erfreulich der Anstieg der Stellen für Promovierende ist, so unklar ist die Berufsperspektive für viele der hochspezialisierten Nachwuchsforscherinnen und -forscher, wenn es darum geht, eine der wenigen Professuren zu ergattern. Michael Zürn vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung spricht deshalb von einem drohenden "Generationenstau junger Wissenschaftler".

Wie verändert die Exzellenzinitiative die Universitäten?

Gegenwärtig sind die langfristigen Auswirkungen der Exzellenzinitiative noch nicht abzusehen. Dennoch lassen sich erste Effekte beobachten: Unbestritten ist sowohl der nationale als auch der internationale Reputationsgewinn für die erfolgreichen Hochschulen. Der Wettbewerb hat außerdem neue Debatten über die Aufgaben der Universitäten ausgelöst. Die Hochschulen sind in Bewegung gekommen, mit positiven aber auch negativen Folgen: Der Impuls zu einer verstärkten Profilbildung führt in den Hochschulen vielfach zu Spannungen zwischen den geförderten Projekten und den übrigen Fachbereichen. Vor allem wenn die Förderung durch die Exzellenzinitiative ausläuft, befürchten viele eine Verschärfung von inneruniversitären Verteilungskämpfen. Dann könnte die Weiterführung der Prestigeprojekte zu Lasten kleinerer Fächer gehen. Das breite Spektrum an Disziplinen gerät möglicherweise in Gefahr. Relativ unstrittig ist, dass die Exzellenzinitiative keinen Schub für die Lehre gebracht hat. Zwar wird vereinzelt darauf hingewiesen, dass auch Studierende davon profitieren, wenn Hochschulen renommierte Forscherinnen und Forscher für ihre Projekte gewinnen. Jedoch fordern viele beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zunehmend eine Reduzierung ihres Lehrdeputats oder gar eine Freistellung von der Lehre. Stark ändert sich die Forschung. Universitäten und Forscherinnen und Forscher sind in immer höherem Maße gehalten, forschungspolitischen Vorgaben durch leistungsbezogene Mittelvergabe (z.B. Absolventenzahlen, Publikationen) oder durch das Einwerben von Drittmitteln gerecht zu werden. In der Folge nimmt das Schreiben von Anträgen und Berichten immer mehr Zeit in Anspruch. Einerseits kann die Gesellschaft über solche Förderinstrumente thematische Impulse an die ansonsten autonomen Hochschulen geben, so dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich nicht mehr in den viel zitierten Elfenbeinturm zurückziehen können. Anderseits weisen Kritikerinnen und Kritiker auf die Auswirkungen auf die wissenschaftliche Eigenständigkeit und Identität der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hin, wenn Forschungsinteressen zunehmend nach externen Anreizen ausgerichtet werden. Wenn Forscherinnen und Forscher anfangen nach den neuen Regeln zu spielen, kann das dazu führen, dass sich Forschungsthemen nicht mehr inhaltlich ausrichten, sondern z.B. danach, wie Drittmittel eingeworben werden können. Auch die Originalität von Forschungsansätzen leide darunter. So hätte ein Einstein kaum Erfolg im Exzellenzwettbewerb gehabt.

Ist die Exzellenzinitiative ein fairer Wettbewerb?

Das bestreiten viele. Im Zentrum der Kritik an der Exzellenzinitiative steht die Sorge, dass sie die deutsche Hochschullandschaft in Sieger und Verlierer spaltet. Statt zu mehr Wettbewerb käme es lediglich zu einer Verfestigung von Hierarchien. Kritikerinnen und Kritiker sprechen vom sogenannten "Matthäus-Prinzip" ("Wer hat, dem wird gegeben"): Erfolgreiche Universitäten werden auch in Zukunft profitieren, andere hätten keine Chance aufzuschließen. Diese Aufwärts- und Abwärtsspiralen könne man bereits in der ersten Programmphase beobachten: Ohnehin forschungsstarke Hochschulen mit herausragender Drittmittelbilanz haben entsprechend erfolgreich im Wettbewerb abgeschnitten.

Auch die Kriterien zur Beurteilung der wissenschaftlichen Qualität werden von Kritikerinnen und Kritikern in Frage gestellt: Aufgrund fehlender Daten habe man vor allem auf Kennziffern wie absolute Drittmitteleinwerbung, Publikationsvolumen, Reputation von Hochschulen, Disziplinen und Personen sowie die Attraktivität des Standorts etc. zurückgegriffen. Dies habe zu Wettbewerbsverzerrungen geführt. Denn kleinere Universitäten könnten dabei nicht mithalten, obwohl sie häufig bessere Leistungen pro Kopf erzielten. Strukturell seien forschungsorientierte Universitäten mit einem breiten Fächerspektrum mit deutlich weniger als 400 Professuren nicht konkurrenzfähig[3]. So haben vor allem große Volluniversitäten (Ludwig-Maximilians-Universität: 707 Professuren) oder stark spezialisierte Spartenuniversitäten (RWTH Aachen: 391) von der Exzellenzinitiative profitiert[4]. Richard Münch von der Universität Bamberg spricht deshalb von einem Machtfeld, in dem eine kleine Gruppe von Hochschulen trotz durchschnittlicher wissenschaftlicher Produktivität den größten Anteil der Fördermittel erhält[5]. Michael Hartmann von der Universität Darmstadt prognostiziert gar eine Aufspaltung in Forschungs- & Ausbildungsuniversitäten[6]. Sowohl innerhalb der Universitäten als auch insgesamt könnte es langfristig zu einer Verschiebung der Fächerverteilung kommen - meist zulasten der Geisteswissenschaften.

Wie kann eine alternative Ausdifferenzierung des Hochschulsystems aussehen?

Hochschulen werden sich in Zukunft stärker unterscheiden als heute. Die Erwartungen, die heute an Hochschulen gestellt werden, sind vielfältig geworden: Hochschulen sollen einen wachsenden Anteil eines Altersjahrgangs aufnehmen und sich dabei für Studierende öffnen, die bislang nicht den Weg an die Alma Mater gefunden haben. Es wird erwartet, dass sie ihre Studierenden auf eine Karriere in der Wissenschaft vorbereiten, diese aber auch für den Arbeitsmarkt qualifizieren. Sie sollen internationale Spitzenleistungen in Lehre und Forschung vollbringen, die Naturwissenschaften stärken und die Geisteswissenschaft weiterentwickeln. Sie sollen mit der Wirtschaft zusammenarbeiten aber auch Orte der Reflexion und der Kritik sein. Und sie sollen Antworten auf Zukunftsfragen finden, sei es der Klimawandel, die Gestaltung einer gerechten globalen Wirtschaftsordnung oder die Vitalisierung der Demokratie. Nicht alle Hochschulen werden all diese Bedürfnisse erfüllen könnten. Es bedarf deshalb einer Differenzierung innerhalb des Hochschulsystems durch verschiedene Spezialisierungen und Schwerpunktsetzungen. Bislang gab es in Deutschland ein relativ einheitliches Hochschulsystem: Es gab Universitäten und Fachhochschulen und die Vorstellung, dass die Unterschiede innerhalb der beiden Gruppen gering sind. Mit der Exzellenzinitiative ändert sich das. Mit ihr kommt es zu einer vertikalen Differenzierung in Spitzengruppe, Mittelfeld und abgeschlagenen Wettbewerbern. Kaum nachgedacht wird derzeit über eine "horizontale Differenzierung" der Hochschullandschaft, also einer Auffächerung nach spezifischen thematischen Ausrichtungen. Noch verfolgen alle Hochschulen im Wesentlichen dieselben Ziele. Uwe Schneidewind, der ehemalige Präsident der Universität Oldenburg, spricht deshalb von einer "Leitbildarmut an den Hochschulen". Nur einzelne Hochschulen in Deutschland haben damit begonnen, sich durch Profilbildung abzusetzen: An der Leuphana Universität in Lüneburg wird das Leitbild der "nachhaltigen Entwicklung" in Forschung und Lehre verfolgt. Die Universität Regensburg verfügt über ein spezielles Programm für Studierende mit bikulturellem Hintergrund. Die Frage ist, wie ein Hochschulwettbewerb gestaltet sein müsste, der solche innovativen Ansätze und somit einen erweiterten Qualitätsbegriff prämiert.

Wie kann die Lehre gestärkt werden?

"Mehr Ehre für die Lehre": Unter diesem Motto startete 2008 der "Wettbewerb exzellente Lehre", eine Initiative des Stifterverbands gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz der Länder. Da die Exzellenzinitiative ausschließlich auf die Forschung abzielte, sollte nun die Lehre an den Hochschulen eine Stärkung erfahren. Ausgezeichnet wurden im Oktober 2009 die besten "Zukunftsstrategien" für Lehre und Studium. 108 Hochschulen beteiligten sich an der Ausschreibung. Prämiert wurden die Konzepte von vier FHn und sechs Universitäten - darunter auch die drei Elite-Unis RWTH Aachen, Freiburg und TUM. Das Gesamtvolumen fiel jedoch bescheiden aus: 10 Mio. € wurden anteilig vom Stifterverband und den Ländern bereitgestellt; das Preisgeld betrug jeweils eine Mio. € für drei Jahre. Die ausgezeichneten Hochschulen bilden nun einen "Qualitätszirkel" zur Erstellung einer "Charta guter Lehre". Auch die Stiftung Mercator und die Volkswagenstiftung lancierten einen Wettbewerb "Bologna - Zukunft der Lehre" mit einem Volumen von ebenfalls 10 Mio. €. Angesichts der schwierigen finanziellen Situation der Hochschulen bleiben die Wettbewerbe für die Lehre trotz der wichtigen Reformimpulse, die sie auslösen, Tropfen auf den heißen Stein - laut Wissenschaftsrat benötigen die Universitäten 1,1 Mrd. € für eine bessere Lehre und Betreuung der Studierenden.

Wie geht es weiter mit der Exzellenzinitiative?

Im Jahr 2009 einigten sich der Bund und die Länder auf eine Fortführung des Exzellenzwettbewerbs um den Zeitraum 2012-2017. Die offizielle Ausschreibung für die zweite Programmphase erfolgte im März 2010. Mit dem Einreichen der Antragsskizzen bis September 2010 geht die Exzellenzinitiative in die entscheidende Phase, deren Ergebnisse im Juni 2012 feststehen werden. 2,7 Mrd.€ sollen diesmal zur Verfügung gestellt werden - nicht zuletzt um eine Auslauffinanzierung der ausgemusterten Altprojekte bis 2014 sicherzustellen. Bis zu fünf neu beantragte Zukunftskonzepte können bewilligt werden, um nicht mehr als 12 ausgezeichnete Hochschulen in der Förderung zu haben. Einige Kritikpunkte fanden Eingang in die neue Ausschreibungsrunde: So wird diesmal auch die forschungsbezogene Lehre in der Förderlinie der Zukunftskonzepte berücksichtigt. Überregionale Kooperationen zwischen Hochschulen sind ebenfalls möglich, zudem wird es keine Benachteiligung durch eine gemeinsame Beantragung von Clustern und Graduiertenschulen durch zwei Hochschulen geben, die zuvor nur je einen halben Punkt einbrachten. In den kommenden beiden Jahren werden die laufenden Projekte einer Evaluation unterzogen, von der eine Förderempfehlung für die zweite Programmphase abhängig ist.

Text: Tanja Klett und Stephan Ertner, Referat Bildung und Wissenschaft, Heinrich-Böll-Stiftung. Bild: Wikimedia Commons. Lizenz Text/Bild: Creative Commons (Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland)


[1] DFG/WR: Pressemitteilung Nr. 54, 13. Oktober 2006: "Erste Runde in der Exzellenzinitiative entschieden" ^

[2] Sondermann, M., Simon, Dagmar, Scholz, Anne-Marie, Hornbostel, Stefan: Die Exzellenzinitiative: Beobachtungen aus der Implementierungsphase; iFQ-Working Paper No. 5, Dezember 2008. ^

[3] Leibfried, S./Wiesner, A. (Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Exzellenz-initiative, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften): "Wissenschaftspolitischer Zwischenruf Nr. 1. Exzellenzinitiative II: Erste Prüfsteine und Anfragen", www.bbaw.de/bbaw/Forschung/Forschungsprojekte/ Exzellenzinitiative/de/ ^

[4] Vgl. Leibfried/Wiesner: "Wissenschaftspolitischer Zwischenruf Nr.1". ^

[5] Münch, Richard: Die akademische Elite. Zur sozialen Konstruktion wissenschaftlicher Exzellenz, Frankfurt a.M., 2007. ^

[6] Michael Hartmann zitiert aus: "Herausgebildet - die ersten deutschen Eliteunis liegen im Süden - Sie werden sich auch langfrisitg an der Spitze behaupten", Der Tagesspiegel, 15.10.2006 ^

Zugehörige Dateien:
FAQ "Exzellenzinitiative" als PDF-DateiDownload (125 kb)
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