Eine optionslose Ministerin sieht tatenlos zu

13.02.2009: Nachdem sich die Konferenz der Hochschulrektoren und die ZVS nicht auf ein verbindliches Verfahren zur Vergabe von Studienplätzen einigen konnten, wird es vor 2010 kein einheitliches Vergabesystem geben. Dies bedeutet auch zukünftig, dass junge Menschen mit Abitur keine Eintrittskarte auf den Hochschul-Campus erhalten.

Rechte: threedots

So blieben schätzungsweise allein in Baden-Württemberg circa 10% der Studienplätze zum Wintersemester 08/09 unbesetzt. Die Universitäten konnten aufgrund der intransparenten Situation bei der Vergabe von Studienplätzen nicht rechtzeitig die noch offenen Plätze vergeben.

Für junge Menschen, die ein Studium aufnehmen wollen ist dies eine unhaltbare Situation! Denn sie sind gezwungen entweder auf den Arbeitsmarkt auszuweichen, oder einjährige Übergangsmaßnahmen zu suchen. Auch werden viele Bescheide erst im Oktober oder gar November verschickt. Dies hat zur Folge, das zum Semesterstart Wohnungssuche, Studienfinanzierung und Einleben in die Situation parallel zum Studium erfolgen müssen.

Bundesbildungsministerin Schavan sieht dennoch keinen Handlungsbedarf. So stellt sich die unschöne Frage, ob das Bundesministerium für Bildung und Forschung nicht in der Lage ist diese Problematik zu verstehen oder ob die von der Ministerin durchgesetzten Änderungen der Föderalismusreform I jegliche Handlungsoptionen versperren. Es bleibt nur der Ruf nach einer Neuausrichtung der Bildungspolitik des Bundes um ein Ende der unsäglichen Situation herbeizuführen, die einen Aufstieg durch Bildung zum Mythos verkommen lässt

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