" Studiengebühren sind keine Alternative zur staatlichen Hochschulfinanzierung"

Campusgrün tritt den von HRK, OECD und CHE erhobenen Forderungen nach der Wiedereinführung der Studiengebühren entschieden entgegen, denn Bildung darf nicht zur Ware verkommen.

Hierzu erklärt Ricarda Lang, Bundessprecherin von Campusgrün: "Bildung ist ein Menschenrecht, das jedem offen stehen muss, um Chancengleichheit unabhängig vom familiären und finanziellen Hintergrund zu gewährleisten. Die Selektion durch Studiengebühren und dem damit verbundenen Rückzug des Staates aus der Finanzierung des öffentlichen Bildungssystems darf nicht schon wieder Vorschub geleistet werden." Sie führt weiterhin aus: "Wir lehnen Studiengebühren weiterhin ab. Sie sind sozial ungerecht, halten viele potentielle Studierende von ihrem Studium ab und stehen damit entgegengesetzt zum Bestreben, den Anteil der Studierenden aus allen Gesellschaftsbereichen zu erhöhen. Studiengebühren sind kein geeignetes Mittel, um Bildung zu finanzieren - wir fordern mehr Verantwortung und Finanzierung von Bund und Ländern." Larissa Janz, Bundessprecherin von Campusgrün ergänzt: "Das System Studiengebühren ist gescheitert, nicht umsonst wurden die Gebühren wieder abgeschafft. Auch die nachgelagerten Studienstudiengebühren sind keine vernünftige Alternative, wie man in England in den letzten Jahren beobachten kann. Jegliche Arten von Bildungsgebühren fördern die soziale Selektion. Für HRK-Präsident Horst Hippler mögen 500 Euro im Semester zu verschmerzen sein, jedoch halten sie sozial Benachteiligte vom Studium ab." Der Campusgrün Bundesverband fordert daher ein sofortiges Ende dieser gefährlichen Diskussion und die staatliche Ausfinanzierung der Hochschullandschaft. >> Kompletten Artikel lesen

Grüne Jugend und Campusgrün zur BAföG-Reform: "Löchriges Schlauchboot als Luxusyacht verkauft"

Anlässlich der heutigen Anhörung zum 25. BAföG-Änderungsgesetz im Wissenschaftsausschuss des Bundestages fordern Campusgrün und die GRÜNE JUGEND Nachbesserungen und eine ernsthafte Reform des BAföG. Sie kritisieren, dass notwendige Verbesserungen für Studierende und Auszubildende viel zu spät wirksam werden und in viel zu geringem Ausmaß erfolgen.

Erik Marquardt, Bundessprecher der GRÜNEN JUGEND erklärt: "Diese Reform ist ein löchriges Schlauchboot, das als Luxusyacht verkauft werden soll. Wesentliche Fragen bleibt diese Reform eine Antwort schuldig. Die geplante Erhöhung der Bedarfssätze und Freibeträge um 7% entspricht in keiner Weise der Lebensrealität der Studierenden und Auszubildenden. Noch immer brechen viel zu viele Studierende ihr Studium ab. Zudem müssen viele Auszubildende überlegen, ob sie sich ihre Ausbildung im jeweiligen Beruf überhaupt leisten können. Unser Bildungssystem ist das sozial selektivste vergleichbarer Staaten. Als soziale Säule des Bildungssystems taugt das BAföG auch nach der Reform nicht. Die realen Förderbeträge werden im Verhältnis zur letzten Reform sogar sinken, da die Erhöhung nicht einmal die Inflation ausgleicht. Dass nun erst die Anpassung an die 15 Jahre alte Bologna-Reform stattfindet, ist eher ein Armutszeugnis, als eine echte Innovation." Ricarda Lang, Bundessprecherin von Campusgrün fügt abschließend hinzu: "Weiterhin ist es für uns absolut unverständlich, weshalb die geplanten Erhöhungen erst Ende 2016 in Kraft treten sollen. Schon jetzt sind diese zu niedrig, bis zu diesem Zeitpunkt werden sie aufgrund der Inflationsrate nicht mal mehr den Zustand nach der letzten großen BAföG-Reform herstellen können. Wenn die Reform erst Ende 2016 umgesetzt wird, bedeutet das, dass eine ganze Generation von Studierenden ihr Studium hinter sich gebracht haben wird, ohne auch nur eine wirkliche Reform des BAföG erlebt zu haben. Hinzu kommt, dass bis Ende 2016 noch eine große Anzahl von jungen Menschen aus der Förderung durch BAföG herausfallen wird. Das können wir nicht akzeptieren. Deshalb fordern wir eine sofortige und bedarfsdeckende Reform des BAföG!" >> Kompletten Artikel lesen

BAföG-Reform: 60.000 junge Menschen bleiben bis 2016 auf der Strecke

Morgen wird im Bundestag über die geplante BAföG-Novelle debattiert. Die darin geplanten Verbesserungen für Studierende sollen jedoch erst Ende 2016 in Kraft treten. Campusgrün verurteilt, dass dadurch viele junge Menschen in den nächsten zwei Jahren vom BAföG ausgeschlossen werden.

"Auf Anfrage der Grünen Bundestagsfraktion gab die Bundesregierung nun zu, dass ohne Änderungen am BAföG die Förderquote in der Förderungsperiode 2015/2016 um circa 3 Prozent im Vergleich zu 2014/2015 sinken wird. Das bedeutet in Zahlen übersetzt, dass in den nächsten zwei Jahren 60.000 Studierende und Schüler*innen aus dem BAföG herausfallen werden.", erklärt Ricarda Lang, Bundessprecherin von Campusgrün. "Diese Tatsache ist aus unserer Sicht ein Skandal. Schon jetzt kann das BAföG seinem Zweck, mehr Bildungsgerechtigkeit zu schaffen, nicht mehr gerecht werden. Sollte mit einer substanziellen Änderungen bis Ende 2016 gewartet werden, wird eine ganze Generation von Studierenden studiert haben, ohne eine echte BAföG-Reform erlebt zu haben. Wir sagen deshalb: eine Reform des BAföGs kann nicht länger warten!" >> Kompletten Artikel lesen

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