Campusgrün fordert die Einrichtung von Green Offices an allen deutschen Hochschulen!

Damit Hochschulen ihrer Verantwortung bei der Einhaltung der Klima- und Nachhaltigkeitszielen gerecht werden, ist die Einrichtung eines Green Office notwendig.

Bisher berücksichtigen die meisten Hochschulstrukturen ihre Verantwortung gegenüber der globalen Aufgabe von ökologischer Gerechtigkeit mangelhaft. In den Hochschulverwaltungen fehlt eine zentrale Nachhaltigkeitsstruktur, die die verschiedenen sozialen und ökologischen Aspekte der Nachhaltigkeit als Querschnittaufgabe sichtbar macht und koordiniert. Das Green-Office-Movement ist eine internationale Bewegung, die auch in Deutschland in den letzten Jahren den Aufbau einiger Nachhaltigkeitsbüros initiiert und begleitet hat. Vielfach scheitert jedoch in Deutschland die Einrichtung eines Green Office am Desinteresse und der Ablehnung der Hochschulleitungen sowie der fehlenden Finanzierung durch Bund und Länder.

Die Aufgaben eines Green Offices sind sehr vielfältig. Zum einen geht es um die Etablierung und den Anstoß von nachhaltigen Themen in Forschung und Lehre, der internen und externen Vernetzung, der Einhaltung von zu etablierenden Nachhaltigkeitsstandards bei Beschaffungen und Ausschreibungen und um die Förderung von Nachhaltigkeitsprojekten und -initiativen an der Hochschule. Das Green Office soll ein Ort sein, der die sozial-ökologische Transformation als Ankerpunkt in den Governancestrukturen der Hochschulen möglich macht, vorantreibt und die bestehenden Bestrebungen unterstützt. Auch können Hochschulen so ihrer Rolle als Triebfeder gesellschaftlicher Entwicklung gerecht werden und Einfluss auf die zukünftige Strukturierung von staatlichen Behörden und Unternehmen nehmen.

Das Green Office soll für jede Hochschule individuell ausgestaltet werden, da sich die Hochschulen in Größe, Struktur und ihrem Studienangebot sehr unterscheiden. Wichtig bei der Einrichtung von Green Offices ist die enge Einbindung studentischer Initiativen, die meist die Impulsgeber*innen darstellen. Außerdem ist die Einbindung aller Hochschulmitglieder an Ideen- und Entscheidungsprozessen notwendig, dies kann durch die Einrichtung eines Teilhabe offenen Gremiums geschehen.

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