Statement von Campusgrün zur Auszeichnung des RCDS Heidelberg für Vortragsreihe mit Homo-Hassern

10.04.2019: Der RCDS [Ring Christlich-Demokratischer Studenten] hat seine Heidelberger Mitgliedsgruppe für eine Vortragsreihe mit bekannten Homophoben und Anti-Feminist*innen mit einem Preis für "die beste politische Arbeit" ausgezeichnet.

Die Referent*innen bezeichnen das Adoptionsrecht für Lesben und Schwule als "staatlich geförderte Pädophilie", unterstützen die menschenverachtende "Demo für alle" oder stellen das körperliche Selbstbestimmungsrecht von Frauen bei Abtreibungen in Frage.

Campusgrün Bundessprecher Felix Schmitz sagt dazu: "Von einem demokratischen Studierendenverband, der an die ‚Freiheit des Einzelnen in einer offenen und solidarischen Gesellschaft‘ glaubt, fordern wir, sich in seiner politischen Arbeit entschieden gegen Frauenfeindlichkeit sowie Homo- und Transphobie einzusetzen. Es darf nicht sein, dass Referent*innen für die Verbreitung eben dieser menschenverachtenden Haltung auf Veranstaltungen eine Bühne geboten und die veranstaltende Gruppe dafür auch noch prämiert wird. Diskriminierung als ‚beste politische Arbeit‘ zu bezeichnen macht uns fassungslos!"

"Dies ist ein Angriff auf die individuelle Freiheit und körperliche Selbstbestimmung! Damit entfernt sich der RCDS von der Menschenwürde und jeder Wissenschaftlichkeit. Anstelle der Preisverleihung sollte intern das offensichtlich fehlende Verständnis für Frauenfeindlichkeit sowie Homo- und Transphobie aufgearbeitet werden. Verachtung und Ausgrenzung von Menschengruppen aufgrund ihrer geschlechtlichen oder sexuellen Identität dürfen an Hochschulen wie auch in der Gesellschaft keinen Platz haben. Wir erwarten, dass der RCDS Bundesverband den Preis zurückzieht und sich klar von menschenverachtenden Aussagen und Positionen distanziert.", ergänzt Tomke Appeldorn, Campusgrün Bundessprecherin.

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